TENSIDE irgendwas klingelte da in meinen Kopf. Hatte ich auf `nen Streaming-Dienst schon mal was von ihnen gehört ? Oder habe ich die Band schon mal im Live gesehen ? Immerhin sind sie schon seit über 15 Jahren unterwegs inklusive Europa und Asien – Tourneen ! Und kaum lese ich, mit welchen Headlinern sie schon unterwegs waren, z.B. KILLSWITCH ENGAGE und AS I LAY DYING, da fällt es mir wieder ein, TENSIDE war im Vorproramm von TRIVIUM vor 5 Jahren ! Da schließt sich doch der Kreis, auch wenn ich heute nicht mehr weiß wie gut TENSIDE auf der Herforder Bühne performt haben...
Neben den Clubkonzerten sind die Münchner aber auch auf den großen Festivals zu Hause, wie WACKEN, SUMMER BREEZE und WITH FULL FORCE.
Mit „Come alive Dying“ bringen die 4 Jungs nun ihr 8tes Album raus und daran haben auch bekanntere Produzenten ihre Finger im Spiel. Da wäre zum Beispiel Joseph McQueen, der a.u. AS I LAY DYING und BURY TOMORROW gemischt hat oder Ted Jensen, der u.a. KORN und BRING ME THE HORIZON gemastert hat. Anhand der Bands wird der Leser nun erkennen, TENSIDE spielt in der Metalcore – Liga und da in der oberen Tabellenhälfte. Sie schielen aber auch in Richtung Trash, Industrial und Mu Metal, die Grenzen sind wie so oft fließend.
Kein Wunder also, das „Come Alive Dying“ mit dem gleichnamigen Titelsong verdammt fett aus den Boxen kommt. Instumental eine Mischung aus Hochstrom-Energie und verzweifelter Moll-Betrübnis. Dazu die perfekte Mischung aus geshouteten und cleanen Gesang, Hammer !
Dabei ist es unmöglich auf „Come Alive Dying“ einen Song herauszuheben, da alle 12 (!) Songs einfach perfekt sind. Es gibt keinen „Füll“ Song oder B-Seiten Song ! So kann ich auch keinen Song hervorheben, alle haben ihren Charme...
Der Titelsong ist zum Beispiel eine Hymne an den Tod und das Leben zugleich. Beim zweiten Song „Shadow To Shine“ geht es um die Transformation, mit der jede*r sicherlich schon mal etwas zu tun hatte. Bei „Pitch & Gold“, wird mit der Gleichgültigkeit abrechnet. „Darkness To Blight“ und „Impending Doom“ folgen und schrauben sich tief in die Gedankenareale, vor allem wenn man dabei das Albumcover in sich aufnimmt .
Diese Perfektion folgt 7x, unmöglich sich ein Song dabei herauszupicken, da alle einfach Spitze sind. Bei jedem Song nehmen sich TENSIDE um die 4 Minuten Zeit, um ihre Sicht bezüglich der Weltuntergangsuhr (und da ist es schon lange nicht mehr 5 vor 12) darzustellen. Apokalypse und kreative Neugeburt bis zum letzten Track auf dem Album „Vengeance“, mit der Suche nach Erlösung endet.
Fazit: Kaufpflicht ! 48 Minuten modernster Metalsound, mal düster, mal brachial, mal emotional, mal in die Fresse getreten, aber immer am Puls der Zeit und einfach perfekt.




