HELLGREASER, Horrorpunk haben am 21.06.2024, am längsten Tag des Jahres ihr neues Album veröffentlicht.
Ist das nicht der unpassendste Tag? Braucht diese Musik nicht die Dunkelheit, wie die Luft zum atmen?
Das Cover ist schon mal sehr vielversprechend, wenn auch Klischees bedienend, aber da sind sie nicht die einzigen. Unzählige Cover zieren Flammen, Skelette, Bilder von Zerstörungen oder grausige Figuren. Damit sollen wir angesprochen werden, da oft ja Cover und Musik zusammen gedacht werden. Sprich, Cover krass, Musik krass.
Nun ist es ja mit Horrorpunk so eine Sache. Viele Bands bewegen sich zwischen Aufgesetztheit und Klischee. Natürlich gibt es auch gute Bands, diese sehe ich persönlich aber meist aus dem Psychobilly kommend.
Nun, dann hören wir uns mal an, wie HELLGREASER aus den Boxen kommen.
Nach den ersten Songs bleibt bei mir folgendes im Kopf:
Es ist sehr melodisch, geht nach vorne. Es gibt passend gesetzten Gesang und gut gesetzte Chöre. Die Produktion ist gut und die Stimme von Bandgründer Slaughter Lamb gefällt mir durchaus. Teilweise kommt sie sogar düster rüber, wobei ihre Klasse erst bei dem vierten Song “The fiends in me“ so richtig rüber kommt. Insgesamt ist das alles schon passend, nur eines ist es für mich nicht. Horrorpunk.
Natürlich ist es zu hören, dass Slaughter Lamb bei The Others unterwegs war. Musikalisch als auch vom Gesang ist das nicht all zu weit weg. Wobei ich sagen muss, dass ich auch mit The Other nicht viel anfangen kann. Das ist mir alles zu aufgesetzt. Irgendwie wie Geisterbahn für gelangweilte Mittelschichtkids aus der Vorstadt. Ich bin da wahrscheinlich einfach zu versaut von Psychobilly und Artverwandtem. Wenn ich so drüber nachdenke, dann hat diese Musik und die Leute die dort unterwegs sind, mehr Authentizität als es der Horrorpunk mit seinen Fans hat. Das ist meine bescheidene Meinung.
HELLGREASER machen durchaus gute Musik. Wenn ich nicht wüsste, dass das Horrorpunk sein soll, würde ich sagen, dass ist eine recht positiv eingestellte Punkband die sich die kalifornischen Bands zum Vorbild genommen hat und das mit catchy Melodien und schicken Hooklines garniert hat.
“Leader of the lost boys“ und “Set this place on fire“ erinnern dann noch an die hochgeschätzten Bloodsucking Zombies from outer space...auch diese Band kommt aus dem Psychobilly, aber geht in den letzten Jahren schon deutlich in Richtung Horrorpunk.
Was bleibt nun zu sagen als Fazit?
Hört euch “Hymns of the Dead“ selber an und macht euch ein eigenes Bild.




