Nach drei Jahren ist die Düsseldorfer Band mit einem neuen Album am Start. Drei Jahre sind eine lange Zeit für eine Band. So war ich sehr gespannt, was mich erwartet. Das Cover der Scheibe ist durch den Herrn der damaligen 50,-DM Note besetzt, aber wir sind jetzt bei ORIO, und die Band nennt ihr Album “Vergangenheitsschlauch“. Ein sperriger Titel. Was will uns die Band sagen? Titel wie “Immer besetzt beim Guiness Buch“, “Ist Goofy eigentlich ein Hund“ oder “Reisender, kein Tourist“ lassen die Hoffnung auf gute Songs groß werden. Was sich dann allerdings im CD – Player abspielt ist schwer in Worte zu fassen. Als ich lauter drehen wollte, fing die CD ganz furchtbar an zu fiepen. Das sollte aber wohl so sein, denn die Scheibe lief sauber weiter. Die Texte sind kaum hörbar, nicht weil sie so schlecht sind, sondern weil sie von der Musik überlagert werden. Musik die sehr an SUPERNICHTS erinnert, SUPERNICHTS in Emo. Melodien sind Mangelware und werden durch Effektgeräte und Soli gnadenlos zerstört. Warum sich die Band OIRO nennt, mit dem Merkmal “Oi“ hausieren geht, und dann solche Musik macht ist mir schleierhaft, genauso wie diese CD als gute Scheibe eingeschätzt werden kann. Ganz grausame Musik, irgendwo zwischen Emo, Experimental und Hörschädigung.
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