
Was für ein hässliches Cover.
Mein zweiter Gedanke:
Was für ein großartiges Cover
Mein dritter Gedanke:
Das ist bestimmt eine frickelige Indieband.
Dann musste die CD ein paar Tage bei mir liegen. Sozusagen reifen. Erst dann hatte ich den Mut die Scheibe in meinen Player zu legen. Und siehe da, zumindest mein dritter Gedanke war falsch. Der erste Song ist ein absoluter Gute-Laune-Hit der zwar verdammt nach einer Fat-Wreck-Chords-Band klingt, aber trotzdem richtig mitreißt, und ein Sommerhit werden kann. So kann man sich täuschen.
Die nächsten Songs werden dann Stück für Stück etwas langsamer und landen im bekannten Emo – Melodycore - See. Die Band macht das nicht übel. Die Songs erinnern mich an die Berliner Band 5BUGS, die in den letzten Jahren durch massives Touren und gute Veröffentlichungen deutschlandweit bekannt wurde. Das ATTA aber keine Band nachspielt sondern ihren eigenen Stil schon mit diesem Album gefunden hat, zeugt von der eigenen Überzeugung gute Musik zu machen. Und vielleicht auch, dass sie ungewöhnlicherweise aus Schweden kommen. Ein Land welches eher für Metal, Punk´n´Roll und ordentlichen Schweinerock bekannt ist. ATTA machen einiges anders, ziehen Songs absichtlich in die Länge und geben ihnen damit etwas melancholisch, träumerisches. Die Gitarren sind häufig dominanter als in diesem Musikgenre üblich.
Insgesamt macht die Band viel richtig und wenig falsch. Für ein Debutalbum ist das verdammt guter Stoff. ATTA sollte man sich merken. Von den drei Schweden ist noch viel zu erwarten !



