DAKOTON – KEIN PLATZ FÜR KOMPROMISSE

Review

DAKOTON

KEIN PLATZ FÜR KOMPROMISSE

Genre
CD
Label
Lacrima Records
Datum
01.09.2010
Autor
Frank
3 /10

Was soll man von einer Band halten, die in ihrer Biographie herausgearbeitet hat, dass sich deren Mitglieder an der Musikhochschule Hamburg im Kurs “Pop“ kennen gelernt haben? Das klingt alles nach Vorzeichen für eine massenkompatible Band. DAKOTON wollen aber auch ein bisschen Punk machen, mit Einflüssen aus Rock und Pop. Ob das gut gehen kann?

DAKOTON veröffentlichen ihr Debüt auf einer CD die mit sehr gutem Sound daherkommt.

Da hat die Musikhochschule ihren Einfluss hinterlassen, oder der Geldbeutel, oder die Eltern die ihre Studenten nicht in ein Hinterhof-Studio gehen lassen wollten.

Bei “Kein Platz für Kompromisse“ handelt es sich mitnichten um einen Sound ohne Kompromisse. Es handelt sich vielmehr um einen massenkompatiblen Sound der an Wir sind Helden erinnert, oder an Tocotronic, wenn sie extrem sauber produziert wären, oder auch an die Hambuger von Echt. Die Texte behandeln Probleme, Gefühle und Lebensansichten der Pubertät, von jungen Erwachsenen und von Mitzwanzigern die gerade die Welt entdecken.

Die Reime sind ja durchaus ganz nett, wobei sie auch da an Echt erinnern. Bei einigen textlichen Lichtblicken hat die Combo manchmal durchaus die Wortgewandtheit von Bands wie den Ärzten. Das soll aber wahrlich nicht heißen, dass die Band auch nur ansatzweise an die Jungs aus Berlin herankommt.

Was dann aber wirklich ärgerlich ist, ist das Cover des Albums. Da sind vier Jungs, die wahrscheinlich aus einer besseren Gegend in Hamburg kommen und niemals richtig abgestürzt sind und nicht wirklich wissen was der Sound der Straße ist, aber gerne härter und cooler wären. Sind sie aber nicht. Pin-Up Boys für die Vorstadtmädchen mit dem Sound für die Massen.

Das die Band momentan auf ihrer Homepage und MySpace-Seite nur ein Konzert stehen hat, spricht auch nicht gerade für die Jungs.

Insgesamt ist das Debütalbum nicht wirklich interessant, zumindest für niemanden aus der Punkecke. Für die braven Leute der Mittelschicht, die gerne mal rocken wollen, aber bitte nicht zu hart, für die ist DAKOTON vielleicht ganz nett.

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