PASCOW haben mit “Alles muss kaputt sein“ eine neue Scheibe veröffentlicht. Eine Scheibe auf die sicher viele gewartet haben. An mir ist PASCOW bisher relativ vorbeigegangen. Hab die Jungs vor längerer Zeit mal gesehen, da für nicht gut befunden, und das war´s. Mittlerweile hat sich die Band aber eine ordentliche Fanbasis erspielt und so höre ich immer mal wieder das PASCOW voll klasse sind.
Nun liegt “Alles muss kaputt sein“ vor mir und ich überlege was ich zu dem Album schreiben soll. Es ist anspruchsvoller Punkrock, manche nennen das noch Deutschpunk man könnte es aber auch räudige Hamburger Schule nennen. Es wird gesungen, geschrieen und gebrüllt. Die Gitarre ist ordentlich laut und schrammelig, ohne dabei billig oder verstimmt zu klingen. Das Schlagzeug gibt deutlich den Beat vor und ist auch sonst der Antreiber der Songs.
Die Texte sind nicht mehr ganz so kryptisch, fragmentarisch und verkopft wie auf früheren Alben, allerdings ist es immer noch meilenweit von Deutschpunk entfernt. Damit meine ich nicht, dass es im Deutschpunk nur um Bullen, Saufen und gegen Nazis geht, sondern es geht da einfach auch darum in zwei Minuten auf den Punkt zu kommen. Auf irgendeinen Punkt kommen PASCOW auch, aber eben nicht unbedingt treffend und auch nicht mit Parole. Es sind eher die kleinen und großen Geschichten die die Band erzählt und beim Songwriting zeigt sich, dass sie zumindest alle mal eine Uni von innen gesehen haben und auch Lebenserfahrung haben.
PASCOW ist immer noch Hamburger Schule, wenn auch räudig und wütend. Aber der Herr Student, bleibt eben auch wenn er wütend ist Herr Student.
PASCOW, dass ist immer noch Punk für Studenten und gebildete Kids aus der Mittelschicht sowie vielleicht noch für Emo-Punks die auf intellektuell machen. An die Band komme ich immer noch nicht ran. Ist nicht meins.
Songs wie “Äthiopen die Bombe“ oder “Wir glauben an gar nichts und sind nur hier wegen der Gewalt“ haben viel Wahres und sind für mich die Highlights des Albums.




