VIOLENCE APPROVED kommen aus dem Saarland und sind mir bis jetzt komplett unbekannt gewesen. Das wundert mich eigentlich, denn was da aus den Boxen ballert ist Hardcore von der feinen Sorte.
Vielleicht liegt es ja daran, dass die Band seit 2008 in einem Dornröschenschlaf war. Manchmal braucht es eben seine Zeit, bis man sich gefunden hat. Die drei Jahre hat die Band intensiv genutzt, um sich neu aufzustellen und auch das Label ist ein neues. Der Labelchef von District 763 Records hat VIOLENCE APPROVED in 2003 mitgegründet und “No Free Rides“ erscheint nun auch auf dem genanten Label. So macht man es heutzutage.
DIY, professionell und mit Herzblut.
VIOLENCE APPROVED bieten auf ihrem zweiten Album zehn Songs die es in sich haben und jedem Hardcore-Fan gefallen dürften.
Die Aufnahme ist fett, die einzelnen Instrumente und die Gesänge sind gut und differenziert zu hören. Der Sound ist brachial aber nicht überproduziert. Es klingt wie live aufgenommen und mehr als einmal fühle ich mich beim Hören wie im Pit. Das schaffen nicht viele Bands.
Die Combo aus dem Saarland bewegt sich im druckvollen Hardcore der seine Wurzeln im Oldschool-Hardcore hat. Bands wie Agnostic Front oder Madball fallen mir da ein. Allerdings ist die Aufnahme up to date. Hier wurde nix dem Zufall überlassen und so ist jeder einzelne Song ein Brett.
Die Band hat sich jedoch nicht alleine im Studio vergraben sondern hat sich ein paar Gäste eingeladen. Diese hören auf Namen wie Roger Miret (Agnostic Front), Marshall (Warriors), Micha (Anticops) und weitere mehr. Da kann man dann schon mit angeben! Dieses Aufgebot bekommt nicht jede Band auf einem Longplayer zusammen. Die Jungs beteiligten sich dann auch brav an den Songs, so dass hier die sowieso schon gute Platte noch mehr Auftrieb bekommt. Es wäre verwunderlich wenn “No Free Rides“ unbeachtet bleiben würde.
Das Album hat alles, was man für eine sehr gute Hardcore - Scheibe braucht.




