Den guten alten Stoner - Rock habe ich schon länger nicht mehr gehört. Es ist eine Musik die ich nicht immer hören kann, aber für gewisse Stunden ist der Sound doch sehr angenehm.
TRACER haben diesen Sound im Gepäck, wenn auch nicht ganz im klassischen Sinne. Ihr Sound ist dem Stoner sehr angelehnt, geht aber auch stark in Richtung Desert - Rock. Wenn man der Musik eine Chance gibt sich im Raum und im Kopf zu entfalten, breiten sich vor dem inneren Auge plötzlich sandige Wüstenlandschaften aus. Die Band könnte mit ihren Songs einen guten Soundtrack zu “No Country for old Men II“ abgeben, oder zum neuen, geplanten “Django“ - Remake, wobei dort wahrscheinlich noch keine Stromgitarren zum Einsatz kamen.
Es ist ein Sound den die Band zelebriert der wuchtig, düster und manchmal voller Sehnsucht ist. Er ist jedoch keinesfalls so düster, dass er in die Dark-Ecke geht, es ist vielmehr eine Art Südstaatenschwere oder der Fatalismus des mittleren Westen, der sich hier breit macht. Dabei kommt die Band gar nicht aus den USA sondern aus dem südlichen Australien. Auch dort gibt es heiße Ecken und große Einsamkeit. Als einzige Gesellschaft Kängurus und Kamele. Ganz viel Weite am Horizont und der lonesome Cowboy in seinem staubigen Jeep.
Genauso klingt TRACER!
Die Lieder sind ausgereift arrangiert, musikalisch anspruchsvoll. Da wundert es sehr, dass diese Scheibe das Debütalbum der Band ist. Allerdings war das Trio bisher auch schon musikalisch aktiv. Die Erfahrungen aus dieser Zeit spiegeln sich in den zwölf Liedern wider.
TRACER haben mit “Spaces in Between“ eine Platte produziert die den modernen Desertrock zelebriert und diesem Stil neues, staubiges Leben einhaucht.
Für einige Konzerte ist die Band auch aktuell in Deutschland unterwegs.




