ISOLATED aus Quedlinburg zocken seit 1993 und man teilte sich die Bühne bereits mit Hardcore-Größen wie SICK OF IT ALL, AGNOSTIC FRONT oder MADBALL. Beim Reinhören in ihre neue Scheibe „Antistyle“ reisst mich der gleichnamige, deutschsprachige Opener sofort mit. Knallharter, gut gespielter Hardcore-Punk und textlich keine Standard-Hardcore-Attitüde, sondern `ne klare Ansage gegen schlaumerische, intolerante Gestalten. Das spricht jeden an, sowohl den Punkrock- als auch den Hardcorehörer. ISOLATED wollen zurück zu den gemeinsamen Wurzeln, denn auch im Booklet verweisen sie darauf, dass niemand sich erzählen lassen braucht, wie „Hardcore“ zu funktionieren hat. Man zitiert Roger Miret: „Never trust a hardcore Kid that has not listened to punk“. Keine intolerante, in Schubladen denkende Band und die Jungs blicken auf den Fotos in den Booklets auch nicht so böse drein wie man es sonst so von „Hardcore-Posern“ gewöhnt ist. Das kommt authentisch und symphatisch rüber und nicht so gestellt. Musikalisch wird Hardcore geboten, der richtig in die Fresse knallt. „Against the stream“ ist ein richtiger Ohrwurm (Strophenauszug: “….hardcore, punk and metal was the things that we loved” Refrain: „no trendy shit – against the stream – diy.- ready to fight“)! Das Lied hat Potential ein richtiger Szenehit zu werden. Noch dazu rotzt das richtig schön, was die Jungs hier machen. Auch die andern Lieder auf dem Album sind durchweg gut, und geben textlich die Haltung der Band, nämlich gegen Kommerz und Szenetrends, vor. Das zweite deutschsprachige Lied „Keine leeren Worte“ reisst mich auch nochmal richtig vom Hocker, es wird aggressiv gesungen, die Mucke rotzt und die Aussage des Liedes ist klar: „Kämpft, keine leeren Worte, kämpft!“ Für ISOLATED zählen der Zusammenhalt, statt Klamotten und Schubladendenken! Ein Lied von der Straße für die Straße! Ich wünschte es gäbe viel mehr Bands und Menschen mit dieser Einstellung. Gesanglich und musikalisch bringt die Band hier ihre gesamte Aggression und Wut rüber, und es reißt einen wirklich mit. Dafür gibt’s die volle Punktzahl von mir und die Empfehlung sich das Album zu holen, am besten bei einem Live-Konzi der Band.




