Die Räsoneure – Soljanka-Rock

Review

Die Räsoneure

Soljanka-Rock

Genre
CD
Label
Eigenvertrieb
Datum
22.10.2012
Autor
DrunkenDork
9 /10

Aus dem thüringischen Friedrichroda stammen DIE RÄSONEURE und sie kochen nicht nur klassischen Deutschpunk aus dem Thüringer Wald, sondern würzen noch mit etwas Rock, Blues und Metal nach. Und schon hat man ihn fertig den Soljanka-Rock! Und es gefällt mir alles recht gut, das was die 4 Jungs hier mit ihrer Basshexe gezaubert haben. Die Songs haben alle einen recht eigenen, unverwechselbaren Stil und auch die Aufnahmen auf der selbstproduzierten Scheibe sind super geworden. Das ganze wurde noch mit einem appetitlich aussehenden Booklet mit allen Texten versehen, sowie einem schönen, in DIY-Manier selbst gemalten Cover. Textlich gibt es einen bunten, abwechslungsreichen Mix über alle möglichen lustigen und politisch ernsteren Themen. Dazu hat der Sänger eine Stimme, die einen sehr an RIO REISER erinnert und die kommt besonders bei den textlich ernsteren Songs der Band besonders gut zur Geltung. So überzeugen mich vor allem Songs wie "Unter Geiern", in dem mit den gierigen Geiern unserer Zeit abgerechnet wird oder "Keine Ahnung" über unsere hirnlos gewordene Gesellschaft die nur noch anhand von Gesetzen und Regeln zu existieren vermag. Mit "BRD" heißen euch DIE RÄSONEURE willkommen in unserer Bananenrepublik und beim "Fick dich selber Blues" lassen sie sich gepflegt von der Spießergesellschaft am Arsch lecken. Ein ganz großer Ohrwurm der Platte ist natürlich das Trinklied über den wirklich köstlichen "Holunder". Und DIE RÄSONEURE sind auch noch eine der wenigen Bands die es noch verstehen zu provozieren und mit Ironie zu spielen! Der Hit der Platte ist für mich auf jeden Fall der Song über die grünen "Gemüsetaliban" (Früher rauchen wie die Schlote/ heute für die Rauchverbote/ ja wir ham euch längst erkannt/ lange vor dem Dosenpfand! IHR GRÜNEN GEMÜSETALIBAN!!!) Alles in allem, eine Punkrockband mit einem sehr eigenen, individuellen Stil, die ich bedenkenlos weiterempfehlen kann! Die Platte gibt es hier: http://www.dieraesoneure.de/

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