KMFDM – kunst

Review

KMFDM

kunst

Genre
CD
Label
Dependent
Datum
20.02.2013
Autor
Karsten Conform
7 /10

„Kunst“, so heißt nicht nur das 18te (???) Studioalbum der Multi-Internationalen-Industrial-Band, „Kunst“ sind auch die jeweiligen Cover der Alben. Und ob „Kunst“ mit seinen 10 Songs nun das 18te Studioalbum von KMFDM ist oder schon das 25ste incl. aller Remixe bzw. 50ste incl. Liveplatten / EPs usw., das kann wohl niemand mehr so richtig aufzählen. Fakt ist, das Sascha Konietzko und Udo Sturm das Projekt KMFDM 1984 in Paris auf die Beine stellten und seit dem die weiteren Mitglieder aus halb Europa und den USA engagieren.

Bei den neuen Songs schauen sie aber über Europa hinaus ins staatlich zensierte Russland und unterstützen die PUSSY RIOT im gleichnamigen Song in ihrem Widerstand gegen Autoritäten. Recht soft und ohne Widerstand geht es bei „Ave Maria“ zu. Das ist schon fast Kirchenmusik (mit Drum´n´Bass untermalt, die Kirche muss sich ja auch mal öffnen ). Und wenn wir schon beim Glauben sind, passt an dieser Stelle der Song „Pseudocide“ der über den Suizid handelt.

Mein persönlicher Höhepunkt ist allerdings gleich der erste Song „Kunst“. Ich hab mich immer gefragt, wofür steht KMFDM. 99% aller KMFDM Kenner würden nun „Kill Mother Fucking Depeche Mode“ sagen, ich ebenfalls. Eine Minderheit meint „Keine Mehrheit Für Dein Mitleid“ oder „Kidnap Madonna For Drug Money“ oder „Kylie Minogue Fans Don’t Masturbate“ wären die ursprünglichen Namensgeber. Bei „Kunst“ schreien es KMFDM aber heraus: „Kill Mother Fucking Depeche Mode“.

Fazit: Die 48 Minuten bestechen mal wieder durch guten aber auch bekannten Industrial Sound. Nix Neues also von Sascha Konietzko und seiner KMFDM Truppe. Schlecht ist die Platte nicht, aber ein Meilenstein wird „Kunst“ definitiv nicht werden.

Und ein Punktabzug, weil ich mal wieder kein Booklet und somit auch keine Texte zu den Songs erhalten habe.

// Noch keine Kommentare — schreib den ersten!

Kommentar schreiben

Max. 2.000 Zeichen

☆ STAY LOUD ☆