Die Band, mir bis dato nicht bekannt, liefert hier eine interessante Mischung ab! Auf diesem Album treffen Hardcore und Punk mit Moshparts, Geschrei, etc. auf Southern Rock mit fetten Gitarrenlicks. Bei The Bronx hat man schon einmal ähnliches gehört. Im Gegensatz zu den Amerikanern stammen Meet the Storm aber aus Rotterdam und spielen auch schon seit 2007 diesen Sound. Nach zwei EPs (Meet The Storm EP (2009) und Sailing On A Broken Compass EP (2010)) liefern sie mit „To what end...“ jetzt ihren ersten Longplayer ab. Was ich hier höre, gefällt durchaus. Es werden nicht nur Powerchords runtergeschrammelt, wie bei den meisten Punk/Hardcore-Bands, sondern hier wird tatsächlich an der Gitarre gearbeitet. Es werden ordentliche Riffs gespielt, das Griffbrett intensiv genutzt und mich würde es nicht wundern, wenn bei Shows durch die permanenten Bendings und Pull-Offs auch mal die eine oder andere Seite reißt. Besonders gut gefällt mir Atlantis Conspiracy, weil hier am Ende des Songs nochmal mit ordentlich mit einem Gitarrensolo Gas gegeben wird. Neben den technischen Dingen ist das Album gut und mit Druck von John Mitchell (Your demise, Architects, The Blackout) in den Outhouse Studios produziert, man hört alles deutlich raus und es macht Freude sich das Ding anzuhören. Gelegentlich gibt es neben dem hardcoretypischen Geschrei auch mal den ein oder anderen clean gesungenen Part (auch mal mit zweiter oder dritter Stimme), der meistens super in das Konzept passt. Das Schlagzeug ist durchweg punktgenau, der Bass liefert ebenfalls eine solide Arbeit ab. Insgesamt gibt’s bei dem Album nicht viel zu meckern, der einzige Kritikpunkt ist, dass manche Songs für meinen Geschmack doch etwas lang sind. Zum Artwork kann ich leider fast gar nichts sagen, habe nur das Press Kit online bekommen und da war nur das Frontcover dabei. Das ist schlicht gehalten, Bandname und Albumtitel werden in einem goldenen Bilderrahmen auf einem firnisreichen Hintergrund dargestellt. Passt ganz gut!




