CONDITIONS – FULL OF WAR

Review

CONDITIONS

FULL OF WAR

Genre
CD
Label
Membran
Datum
24.06.2013
Autor
Frank
6 /10

Aus Richmond in Virginia (USA) kommen CONDITIONS und haben mit “Full of War“ ein Album herausgebracht, was nach Aussagen der Band, einen Schritt heraus aus dem sicheren Hafen der gut produzierten und gut gemachten aber letztlich austauschbaren Rockmusik ist.

Der Band liegt viel an Texten mit Tiefgang. Sie wollen mit ihren Songs aufrütteln zum Denken und zum Treffen eigener Entscheidungen animieren. Für CONDITIONS ist das Leben eine Abfolge vieler Entscheidungen, die nicht immer harmonisch sind sondern eben auch Auseinandersetzungen fordern. Der Albumtitel ist somit als Metapher zu sehen. Nun würde ich persönlich Auseinandersetzungen die mit einem gewissen Kampf verbunden sind nicht als Krieg werten, aber unbestritten ähneln manche Entscheidungen an Grabenkämpfe.

CONDITIONS spielen gefällige, melodische Rockmusik mit Einflüssen von Melodic-Punk, einer Prise Skatepunk und Emo.

Die elf Songs sind alle anspruchsvoll, sehr melodisch und eingängig arrangiert. Trotzdem ist es musikalisch im sicheren Hafen der Musik die im Radio gespielt werden kann, die vielleicht auch der Soundtrack zu einem anspruchsvollen Highschool Film sein kann. Vielleicht einem “Arthouse Highschool Movie“. Gibt´s noch nicht, liebe Schubladenerfinder!

Es sind Hymnen die gespielt werden.

Es ist nah am Stadionrock.

Es ist gefällig.

Es ist nicht schlecht.

Textlich sind CONDITIONS tatsächlich etwas kantiger, aber das reicht trotzdem nicht um dem Album den Charakter zu geben den es braucht um aus der Masse heraus zu stechen.

“Full of War“ ist nett, mehr aber nicht. Im Leben ist es allerdings besser, mehr als nur nett zu sein, um nicht austauschbar zu sein und um Spuren zu hinterlassen.

 

 

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