
Was die Band dazu fabriziert ist vertrackter Hardcore in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, der fast immer entweder den Zuhörer zerdrückt oder durchschüttelt, ihn dann in einer scharfen Kurve wieder fast entgleisen lässt und unverhofft eine beinahe punkrockige Melodie einbaut. Man sollte sich keine Hoffnung machen, dass man diese mehr als ein paar Sekunden genießen kann, aber es macht die Songs deutlich hörbarer, wenn instrumental nicht nur Verzweiflung und Wut, sondern auch mal Melancholie zum Ausdruck kommt. Für den inneren Emo sozusagen.
Die ganzen 11 Songs sind dann auch relativ schnell durch, wobei ich nie das Gefühl hatte, dass da ein Riff länger geschunden wird, als nötig wäre, um gut reinzubrettern. Selbst die zwei über 4-Minütigen Stücke wirken nicht gestreckt. Es passiert durchgehend viel auf dem Album. Wenn es durch ist, kann man nach einer kleinen Atempause gleich wieder von vorne die Lok in den Abgrund rasen lassen. Ein hartes Stück Musik für den privaten Crash auf dem Plattenteller, ohne Schnickschnack und gekonnt durchgezogen.



