
Mit ihrem wahnwitzigen Debut haben die PEARS einen amtlichen Start hingelegt im Wettbewerb um das furioseste Punkrock/Hardcore-Album des Jahres. Hier geht der Selbsthass und die Wut auf die ganze schöne scheinbar heile Welt nahtlos über in mehrstimmige Harmonien aus den Glanzzeiten des Punk-Revivals. Pardon! Auch die Urväter, die RAMONES, werden gekonnt gecovert. Stakkato-Breaks gleiten in einen jugendlich-aufmümpfigen Punkrock über, um dann wieder eine Scharfe Kurve in den nächsten unerwarteten Wechsel zu machen. Der Sänger geifert von Drogen, Hass und Gewalt, er brüllt wie ein Psychopath erster Güte. Und nach nicht einmal einer halben Stunde und 10 Songs ist dieser Wirbelsturm aus allem, was Punk und frühen Hardcore so geil macht, schon vorbei.
Kleines Minus: Liebloses Artwork. Man könnte auch „old-school“ sagen, aber können Wörter wie „alt“ und „Schule“ wirklich etwas beschönigen?
Ansonsten: Irre, wie gut diese Mischung funktioniert. So eine überraschende und doch bestechende Kombination von Stilen ist vermutlich zuletzt bei LEFTÖVER CRACK gelungen, wenn auch da wiederum mit ganz anderem Ergebnis. Melodisch vs. alles niederreißen. Auch wenn das im einzelnen alles schon da gewesen ist, diese Band ist neu und lebt und spuckt dir in die Bionade!



