
THE ORCHANIC nennt sich die Gruppe die das getan hat.
Herausgekommen ist eine ordentliche und zum Stil der Band sehr passend produzierte Platte. Der Sound hat genug Druck um sich nicht im Indierock zu verlieren, hat aber gleichzeitig genug Freiraum um die Ideen der Band umzusetzen.
Die vier Männer von THE ORCHANIC die auf die 30 zu gehen, haben sich hiermit wahrscheinlich einen kleinen Traum verwirklicht.
In einem guten Studio mit jemandem zu sein, der sich auskennt und ordentlich produzieren kann.
Beim Hören fällt jedoch schnell auf, dass trotz der guten Produktion wenig hängen bleibt. Es ist ein Album was gut durchläuft, durchaus auch mal einen aufhören lässt, aber es ist kein Album, was so prägnant ist, dass man es seinen Freunden weiterempfehlen möchte. Dazu fehlt hier einfach das gewisse Etwas.
Es ist ein gutes Album wenn man eine ordentliche Hintergrundbeschallung möchte, im Cafe in Prenzlauer Berg z.B., wo neben der Familie die wenigen noch nicht weg gentrifizierten alternativen Menschen ihre Bionade oder ihr Bio-Bier trinken.
“Vermillion Island“ ist durchaus nett, aber nicht mehr. Jedoch kann diese Band, wenn sie sich mehr trauen würde bei ihrem nächsten Album mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.



