Es ist doch irgendwie komisch. Seit dieser amoklaufende Hampelmann in den US und A der erste Mann des Staates ist, werden die Veröffentlichungen derer, die mit seinem Handeln nicht zufrieden sind, mehr und besser als je zuvor.
AUTHORITY ZERO gehören dazu und scheinen daneben auch einen richtigen Lauf zu haben. Nach der Veröffentlichung von “Broadcasting to the Nations“ in 2017 wird 2018 mit “Persona Non Grata“ nachgelegt. Für eine Band die in der Vergangenheit nur alle drei Jahre ein Album veröffentlicht hat, ist das bemerkenswert.
AUTHORITY ZERO aus dem Bundesstaat Arizona gibt es seit 24 Jahren. Neben vielen Besetzungswechseln und Niederschlägen in Form von Ärgernissen im Musikbusiness und Diebstählen hat sich die Band mit vielen Auftritten immer wieder hochgezogen und stellt auf diesem Album zwölf Songs vor, die eine gute Therapie zu dem grauen Herbstwetter sind. Der Sound ist eine Mischung aus gut gelauntem (Skate-) Punk, einer Prise Hardcore, Ska und ein wenig Reggae. Obwohl die Songs textlich nicht gerade der Sonnenschein sind, die Musik ist es. Ziemlicher Gute-Laune-Sound, der beim Hören viel Spaß macht.
Im Gegensatz zu den letzten Alben von z.B. Pennywise, schafft es die Band allerdings nicht, mich vollends zu überzeugen. Vielleicht liegt das an der Produktion, die zwar sehr gut aber eben auch etwas glatt ist. Vielleicht liegt es daran, dass der Sound so schon bekannt ist, sowohl von der Band als auch von vielen weiteren Bands. Es ist irgendwie so, wie bei einem Festival am Nachmittag. Die Sonne scheint, die Laune ist gut und die ersten Bands spielen auf. Man hat Spaß, bewegt sich ein wenig, trinkt etwas und hat eine gute Zeit. Wird man dann später gefragt, wer die Band war die vor zwei Stunden gespielt hat, überlegt man und weiß es nicht mehr so genau. So ungefähr ist es mit dieser Veröffentlichung. Sie ist gut, die Texte persönlich angehaucht oft in der Ich-Perspektive geschrieben und mit Tiefgang. Trotz dieser guten Vorzeichen, irgendwas fehlt der Band um vollends zu überzeugen.
So bleibt es ein gutes Album einer Band die was zu sagen hat. Vielleicht wären ein paar mehr Ecken und Kanten besser gewesen um den Charakter der Band besser zu zeigen.




