LOS FASTIDIOS – JOY JOY JOY

Review

LOS FASTIDIOS

JOY JOY JOY

Genre
CD
Label
KOB RECORDS
Datum
17.07.2019
Autor
Frank
9 /10

Schon seit 28 Jahren gibt es die in Verona gegründete Band LOS FASTIDIOS.

Antifaschistisch, links, engagiert und mit dem Herz am richtigen Fleck.

Mittlerweile sieht man Sänger Enrico das Alter etwas an. Was ihn und seine Mannen jedoch nicht davon abhält seit Jahren stetig durch Europa zu touren. Ich kenne kaum eine Band die in den letzten drei Jahren so viel getourt ist wie diese Band. Egal ob Festival, egal ob große Halle oder AJZ. Sie spielen fast überall und sind international unterwegs. Auf der Bühne haben sie fast immer noch die Energie wie in ihren Anfangstagen und können so nach wie vor begeistern.

Musikalisch ganz klar im Oi und klassischem Streetpunk verwurzelt hat die Band mit den Jahren ihre stilistische Bandbreite deutlich erweitert. Viel Ska und Reggae ist dazu gekommen. Dazu etwas Rocksteady, Punkrock und auch melodischer Kick Ass Rock hat seinen Weg in die Songs gefunden.

Nun kommt mit JOY JOY JOY das neue Schaffenswerk heraus. Verpackt in einem wirklich schönen Digipack mit Booklet. Es ist das zehnte Album der Band (wenn man ein Live-Album mit zählt, bzw. das neunte Studioalbum).

Dreizehn Songs befinden sich auf dem Album. Sieben Songs davon sind mit externer Unterstützung entstanden. Als besondere Höhepunkte dürfte der Song “Schönen Cafe“ mit Dirk und Elf von Slime sein, genauso wie “I have a dream“ feat. Paul Heaton (The Housemartins & The Beautiful South).

Es ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Album geworden und stilistisch das vielleicht variantenreichste. Oi, Streetpunk, viel Ska und Reggae gepaart mit Punk und auch die wunderbar gut gelaunte Rocksteady-Nummer “Joy Joy Joy“ zeigen den Variantenreichtum der Band. Es ist quasi eine Art Best Of oder wenn man so will, ein Querschnitt ihres bisherigen Schaffens, ihres Lebenswerks.

Es ist aufgrund dessen ein Album, was es vielleicht etwas schwer haben wird, weil es eben nicht klar eine musikalische Linie fährt, wie z.B. “Rebel´n´Revels“. Jedoch, und das möchte ich betonen, bleibt die Band sich auf diesem Album treu. Textlich ist man nach wie vor am Puls der Zeit, wie z.B. die Zeilen aus “It´s time“ beweisen:

It´s time to come back,

it´s time to be strong,

it´s time to come back in the streets again.

Please don´t think it´s too late,

Please don´t think you have nothing to say.

Textlich ähnlich ist “Schönen Cafe“, wenn auch vielleicht nicht ganz so rund, sondern eher etwas starr und hölzern, so ist die Aussage trotzdem klar: It´s time to come back!

Holen wir uns die Straße zurück. Hier und überall und stehen wir gemeinsam zusammen.

Denn, wir haben doch alle diesen Traum...tief im Herzen...a peaceful world, freedom and no war...heute stärker als je!

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