Das neue Album der spanischen Band CRIM hört auf den morbiden Titel “Cancons de Mort“ und wirkt auf dem Cover leicht verstörend. Waschbär, Hund (möglicherweise ein Doberman) und ein Adler (möglicherweise ein Steinadler) sitzen nachdenkend, überlegend an einer Tafel die einem mittelalterlichen Gemälde entsprungen sein könnte. Das Bild ist sehr dunkel gehalten, so dass es erst beim genauen Hinschauen alles offenbart.
Ähnlich ist es auch mit der Musik der Band.
Beim ersten Hören war mir das alles ein bisschen zu viel. Zu viele Breaks, irgendwie fast zu fett produziert. Es ist schwierig den Instrumenten und dem Gesang gleichzeitig zu folgen. Das zeigt, dass hier viel viel Wert auf eine sehr druckvolle Produktion gelegt wurde. Jedes Instrument sowie der Gesang sind alle gut zu hören. Nichts ist im Hintergrund. Nichts ist unwichtig bei der vier Mann Kapelle.
CRIM liefern auf “Cancons de Mort“ zwölf Songs ab, die allesamt druckvoller, melodischer Punkrock mit ordentlich Streetpunkt-Einschlag sind. Die Melodien bzw. Melodieteile kommen mir als alten Hasen von der ein oder anderen Band bekannt vor. CRIM covert hier natürlich nicht, sie beweisen damit vielmehr ein Gespür für eingängige Melodien, welche perfekt zu ihrem Sound passen.
Der Sound von CRIM ist ein Biest aus Streetpunk, einer Prise Hardcore und melodischem Punkrock der Hier und Da mit einer Prise Skatecore gewürzt ist. Der Stil bietet somit ein großes Spektrum und genau hier liegt für mich auch ein kleiner Kritikpunkt. Es klingt für mich an diversen Stellen so, als ob hier zu viel gewollt wurde.
Was sehr freundlich von der Band ist, dass sie ihre Texte im Booklet auch ins englische haben übersetzen lassen. So ist leichter zu verstehen, über was die Band singt und was sie bewegt.
Live kann ich mir gut vorstellen, dass CRIM begeistern werden.
Leider spielt die Band vorerst nur in Spanien, aber wer am 09.06.2023 auf Mallorca ist oder am 10.06.2023 auf Menorca, der kann Urlaub und Punkrock perfekt verbinden.




