THE LAST GANG – OBSCENCE DAYDREAMS

Review

THE LAST GANG

OBSCENCE DAYDREAMS

Genre
CD
Label
Fat Wreck Chords
Datum
20.09.2024
Autor
Frank
8 /10

THE LAST GANG aus Orange County aus dem Süden Kaliforniens haben ihr drittes Album veröffentlicht, welches auf den Namen ”Obscene Daydreams“ hört. Die freie Übersetzung des Album-Titels ist ungefähr die folgende:

Obszöne Tagträume

Das klingt interessant.

Die Band verarbeitet auf den 11 Tracks des Albums Erlebnisse und eben was Menschen wie sie in einem sonnenverwöhnten Flecken der Erde so umtreibt. Das könnte belanglos sein, ist es aber nicht. Das beweist u.a. der Text zu “NRA Back 2 School“. Die NRA ist mittlerweile eine sehr einflussreiche Organisation und bedeutender Waffenlobbyist.

Oder nehmen wir “Rumors“. Ein Text zwischen Feminismus und WTF-Attitüde.

“Dogmatic Capitalizer“ ist ein zynisch, fast schon geschmackloser Song über das System in dem wir alle Leben. Nein, es ist nicht die Demokratie, es ist der Kapitalismus.

Ein Erlebnis was die Band wohl auch hatte, war eine Autofahrt von Rom nach Berlin, die um die zwanzig Stunden dauerte. Das macht man auch nicht alle Tage, selbst wenn die Städte nur beispielhaft genannt sind.

Die Band macht sich also durchaus Gedanken zur Welt, ihrem Umfeld und um sich selber.

Verpackt ist das Ganze in feinem, abwechslungsreichen melodischem Mid-Tempo-Punkrock der kalifornischen Schule.

Produziert wurde das Album von Cameron Webb, der auch schon für Pennywise, Alkaline Trio und NoFx an den Reglern saß. So wundert es natürlich nicht, dass der Sound über alle Zweifel erhaben ist. Und natürlich kommt das Album auf Fat Wreck Chords heraus.

Da weiß man, was man bekommt.

THE LAST GANG wissen zu gefallen und mit dem charismatischen Frauengesang der zwischen Wut und Verzweiflung und liebevoll gehauchten Worten pendelt, hat die Band auch etwas Besonderes.

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