Search & Destroy kenne ich, aber was ist “Catch & Release“?
“Catch & Release“ ist ein Begriff der aus dem Angeln kommt. Es bezeichnet, einen Fisch zu fangen und dann wieder frei zu lassen. Sich also ablichten lassen, gerne mit großen Fischen, damit alle denken, was man für ein toller Hecht ist. Denkt da jemand an den Fisch, der den Haken abbekommen hat und Atemnot hat, weil er auf dem Trockenen ist?
Für mich genauso wie Trophäenjagd. Ziemlich erbärmlich, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss um sein Ego aufzupolieren.
SCHRENG SCHRENG & LA LA haben ihr Album so benannt und lassen es am 29.08.25 auf die Menschheit los.
Was erwartet uns?
Fatalistische Liedermacherpoesie (Manchmal ist es seltsam wenn du sprichst)
Durchhalteparolen (Fuck the City)
Fragen an die Menschheit (Landeplätze)
Erklärungen warum man dagegen ist aber ruhiger geworden ist (Rücken)
Verarbeitung von Verlust (Friese)
Mut zu etwas Pop-Kitsch (Keine Angst)
Dream Pop mit Punktext (Zuversicht)
Jeder Song kann unter einer anderen Überschrift stehen.
Die Songs sind mal witzig, mal aufrüttelnd, mal tiefgründig aber nicht schwermütig und mal bilden sie eine Art Rückschau auf Leben und Handeln.
Das Ganze erinnert textlich an Love A oder Pascow. Was nicht verwunderlich ist, da einer der Beiden von SCHRENG SCHRENG & LA LA Jörkk Mechenbier ist, seines Zeichens Sänger der Band Love A.
“Catch & Release“ macht insgesamt schon recht viel Spaß und ist auch unterhaltsam. Man findet sich in den Texten wieder. Die Zeilen sind nicht verkopft oder kryptisch, was das Album sehr zugänglich macht.
Ob das Ganze live als Acoustic Punk eine Stunde oder mehr hält ist fraglich, aber möglich.




