Deadline – Getting Serious

Review

Deadline

Getting Serious

Genre
CD
Datum
01.01.2010
Autor
Christian
9 /10
Ich geh ja momentan zwei mal die Woche arbeiten. Die Reaktionen auf diese Tatsache waren in meinem Bekanntenkreis von verschiedenartiger Natur. Es ging von „Was? Arbeiten? Du?“ über „Na, das wurde aber auch mal Zeit“ bis sogar hin zu „Jammer nicht, ich geh fünf Tage die Woche arbeiten. Zwei Tage, pah“. Jedenfalls musste ich mich nach meinem letzten Achtstundentag ein bisschen darüber hinweg trösten, dass ich plötzlich nur noch ein „fünf Tage die Woche Taugenichts“ bin und kein Vollzeitfaulpelz mehr. Das geht am Besten damit, sein gerade verdientes Geld irgendwo auszugeben, und wo macht es mehr Spaß, als im Plattenladen? Mit vier Platten im Gepäck ging es dann ab nach Hause hinein ins Weekend Feeling. Manchmal passiert es ja, dass in der Plattenhülle ein Geschenk auf mich wartet. Ein Aufkleber, ein Bierdeckel oder weiß der Geier was. Diesmal aber überall Fehlanzeige. Nur blöde Reklame. Lauter Labelplattenlisten und Kapuzenpulloverreklame. Nur eine hatte keine Werbung drinnen und zur Belohnung dafür, bespreche ich sie hier jetzt als erstes. Hierbei handelt es sich um das neue Album von den Briten DEADLINE mit dem Titel GETTING SERIOUS. Was soll man zum Musikstil sagen? Habe irgendwo gelesen, es wäre Streetpunk und veröffentlicht wurde die Platte auf PEOPLE LIKE YOU. Aber mir ist so was auch immer egal. „One, two, three, GO!” und schon beginnt das Scheibchen mit einem fetten Knaller namens THE WORLD KEEPS TURNING. Schöne Melodien, fetter Sound, fähige Sängerin, die sich während dem zweiten Titel dann stellenweise wie die Sängerin von Dover anhört und mit Dover kann ich leider nicht wirklich was anfangen. Aber der darauf folgende Song TAKE NO CHANCES entschuldigt sich dafür sofort durch das selbe, was den ersten Song ausmachte, bloß dass es hier noch besser zur Sache geht. Die Stimme der Sängerin könnte sich zwar ein bisschen räudiger anhören, aber ich bin zufrieden. In der weiteren Drehbewegung der A-Seite bekommt man noch die ein oder andere Perle in den Gehörgang gestopft und schon muss man sich wieder zum Plattenspieler schleppen und das Scheibchen wenden. Weiter geht es B-Seitentechnisch dann mit angenehmem abwechslungsreichtum, was das Tempo angeht, aber nicht die Qualität der Songs, denn die ist immer super. Besonders THIS GIRL sticht hier hervor. Wobei das darauf folgende Stück dem in nichts nachsteht und im weiteren Verlauf kriegt man auch mal ein Saxophon zu hören. Ach, Gott im Grunde lässt sich die ganze Scheibe problemlos durchhören und abfeiern und es wird auch jeder hier einen persönlichen Lieblingshit finden.

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