Die Urban Rejects aus dem tiefsten England… ähh quatsch sind ja aus Aachen, aber das hört man nicht annähernd auf einer meiner neuen Lieblingsscheiben der letzten Zeit. So muss sich OiPunk anhören. Geile Melodien und ein röhrender Gesang der passt wie die Faust aufs Auge. Von deutschem Akzent ist überhaupt nix zu hören und wenn die Chöre einsetzen kann man nicht anders als englischen Oi als Referenz heranzuziehen. Mit „Welcome to Reality“ ist den Jungs ein absolut gelungenes Album geglückt, das ohne Ausfälle auskommt. Musikalisch ist das ganze klassischer Oi mit durchweg überzeugenden Chören und satten Melodien. Textlich gibt’s einen Rundumschlag gegen Klugscheißer, gegen blinden Glauben an die Politik (Gangs and Politics) und das Leben nach den Regeln anderer Leute. Klar sind auch Skinheadtypische Sachen dabei, Außenseiterrolle und Zusammenhalt etwa, aber alles geil rübergebracht und auf den Punkt rausgekotzt. Im Zusammenspiel mit der guten Musik wird daraus ein Ausnahmealbum des Oi aus Deutschland. Anspieltipps sind auf jeden Fall „Urban Voice“, „Welcome to Reality“, “I will nor regret”und das 4-Skins Cover „One Law for them“. Erschienen ist das Ganze bei Sunny Bastards in der CD-Version und auf Randale Records gibt’s das gute Stück auch als Vinyl. Der Vertrieb läuft über Broken Silence. Wer auf guten Oi steht sollte dringend zuschlagen, ich jedenfalls werd’ mir das Teil noch mal als LP zulegen.
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