Ein Review zu schreiben, ist ja immer nicht so einfach, ist man doch an seinen eigenen Geschmack gefesselt. Und Geschmack ist ja bekanntlich Glückssache. Als musizierender weiß ich, wie schwer es manchmal ist und will deshalb auch niemanden beleidigen oder übertrieben schlecht machen. Man bekommt aber doch immer wieder Sachen auf den Tisch, die einem so gar nicht liegen oder aber welche, die den musikalischen Horizont erweitern. Und so geht es mir gerade mit SCOTT REYNOLDS AND THE STEAMING BEAST. Adventure Boy – das Debütalbum dieses Projekts kommt auf Rookie Records und enthält 10 Songs die anders sind. Scott Reynolds – der Ex-Frontmann von All, Pavers und Goodbye Harry – hat sich ’ne Menge alter Musikerkollegen – allesamt Profis – ins Studio geholt und offensichtlich Spaß gehabt. Herausgekommen ist eine abwechselungsreiche und runde Scheibe, die einen absolut frischen Sound verbreitet. Das Ganze lässt sich in keine Schublade stecken und wird als Indi-Sound gemixt mit Jazz und Country angepriesen. Nix wat ich mir sonst freiwillig anhören würde, aber schon „Jesus, Satan, Gene Beemann, his Car, & Pizza Hut„ – der erste Song – macht richtig Spaß. So zieht es sich dann weiter und kein Song ist wie der andere. Da haben Scott Reynolds und Leute wie Dave Fridmann (Mercury Rev), Steven Drozd (Flaming Lips), Jon Snodgras (Drag The River) und andere von Pavers und Bonesaw Romance ganze Arbeit geleistet. Für mich ’ne ganz neue Baustelle aber auf jeden Fall ein Album, wat öfter gehen wird.
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