YAKUZI – Thin Red Line

Review

YAKUZI

Thin Red Line

Genre
CD
Datum
31.03.2008
Autor
Jan
5 /10
Nachdem dem Durchlesen des Promogeschreibsels kann ich mich im eigenen Erbrochenen suhlen und damit hat die Cd einen denkbar schlechten Start. Aber vielleicht sollte ich mich erstmal der Musik widmen, vielleicht interessiert’s ja auch irgendeinen, dass die Jungs schon sensationelle 3.000 Einheiten von irgendwas abgesetzt haben und ihre fanbase steigt und zwar stetig. Joaah also mal rein in den Cd-Schlitz und angehört den Trompetenpunk, wie sie ihn selbst nennen. Oder noch besser erstmal in die Texte reinlesen und das Booklet beäugen. Denn da können sie Punkte sammeln, schönes Beiheftchen mit allen Texten und auch sonst schön aufgemacht, nicht nur lieblos dahingeschludert, das gibt schon mal einen kleinen Bonus im Muttibuch. Und auch über die Texte an sich kann man nicht meckern, einiges an Unsinn, persönliches und auch der kritische Blick (z.B. aufs Fernsehen) fehlen nicht. So jetzt aber rein mit dem Ding und die Akkorde fliegen mir um die Ohren. Das ist musikalisch auf hohem Niveau, die Jungs beherrschen ihre Instrumente. Gitarren, Schlagzeug und Bass werden mit Posaune und Trompete gar lieblich ergänzt. Und ich glaube einen Vergleich mit den Mad Caddies brauchen sie weder scheuen, noch wäre er abzustreiten. Aber für mich ist das alles viel zu glatt, wirkt irgendwie ein bisschen, tja, wie soll man sagen? Herzlos? Die Musik fühlt sich an, als wenn die Band tatsächlich darauf aus wäre etwas mehr zu verkaufen und die Songs entsprechend versuchen würde eingängig zu schreiben. Die Stimme des Sängers gefällt mir aber auch so was von überhaupt nicht, vielleicht liegt’s auch daran, wer weiß. Das Album ist alles in allem wirklich nicht übel, aber rauscht an mir vorbei wie nix. Kann sein, dass ich zu alt dafür bin und überhaupt der Kombination von Ska- und Punkelementen wenig abgewinnen kann. Insgesamt wirkt der Sound der Bläsersektion auch etwas dünn, wie ich finde. Mal kurz zusammengefasst bleibt ein Punkrockalbum mit diversen genrefremden Einflüssen aus Swing, Ska und dem ollen Rock’n’Roll. Das ganz hört sich nicht schlecht an aber kann mich auch nicht überzeugen, da hilft nur selber reinhören und sich selbst ’ne Meinung bilden. Dass kann man tun auf der Yakuzi Homepage. Auch gut dafür ihre MySpace Seite. Oder ihr schaut euch bei ihrem Label um. Herausgekommen ist das Album am 28.03.2008.

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