
Wie gesagt, entsprechend kommt auch die Musik. Ein Mix aus Electro und Handmade, der sauber ineinander übergeht. Es wäre tatsächlich Clubreife Musik, die easy im Hintergrund läuft, wäre da nicht immer diese Endzeitstimmung die in Form von verschiedenen Sounds und Samples mitschwingt. Quasi latent aggressiv, aber dann wirds doch wieder zum Easylistening-Pop. Weiblicher Gesang der sich mit dem musikalischen Können von Drums, Sax, Bass und Electroparts locker messen kann. Es ist eine ganze Menge an Styles drin, die E-Quad hier in 12 Tracks auffährt, die Bandmember leben sich ganz offensichtlich musikalisch aus. Sie wollen nicht Propellerheads sein und auch nicht Björk oder Massive Attack oder einer der anderen Kandidaten sondern einfach E-Quad.
Es ist so elektrischer Electro, das die Sauberkeit des Sounds fast nervt, wären da nicht immer wieder diese gezielten Trashparts, die die ganze Geschichte wieder soundtechnisch auflockern. Gut gemacht, denn so ist es gewagt und leicht experimentell.
Werbung ist ja schön und gut, aber der Selbstgefällige Texter ist ein ziemlicher Abturn, wenn er mich als "...Entdecker exquisiter Perlen!" bezeichnet. "Setzen 6!"
Gut produziert und professionell kommen sie daher, doch wer sich bedeckt hält kann auch nicht viel falsch machen. Würde auch nicht zu der Musik passen, die in keiner Schiene anfängt und in keiner aufhört. Eigentlich gut, aber als Album ein ganz schönes Hin und Her. Trotzdem nett zu hören, für Clubs und bei der duften Party zu Haus, aber nichts für die heiße Fahrt im fiesen Schlitten auf dem Highway nach Süden...
Link: E-Quad



