GEMINI FIVE – Sex Drugs Anarchy

Review

GEMINI FIVE

Sex Drugs Anarchy

Genre
CD
Datum
28.06.2008
Autor
Frank
7 /10
“Sex, Drugs Anarchy“, an was denkt man bei dem Titel? Punkrock, Crust, aber garantiert nicht an derben Hardrock. Jedem Punk, der das Album aufgrund des Titels kauft, dürfte akutes Ohrenbluten kommen. Kein Punkrock, kein Crust ballert aus den Boxen, sondern feinster Hardrock, der seine Wurzeln in den 80ern hat. Bombastisch, klar und mächtig.
Warum GEMINI FIVE Ihrem Album diesen Titel gegeben haben, ist nicht klar. Die Texte könnten damit zwar in Zusammenhang gebracht werden, aber nur ansatzweise. Es geht um Gefühle, Blut, Waffen und diverse schmutzige Fantasien. Die Band bringt in ihren Texten sehr plakativ Verzweiflung und Sehnsucht zum Ausdruck. Wie diese Gefühle in der Realität explodieren wird drastisch dargestellt. Also durchaus Hardrock typisch. Sex and Drugs passen soweit, ob das allerdings mit Anarchie was zu tun hat?
Musikalisch schafft es die Band 80ties Hardrock, fetten Gitarrensound der an Metalcore erinnert, bombastische Effekten und fantastische Melodien zu paaren ohne dabei kitschig oder gar altbacken zu klingen. Vielmehr schafft es die Band dem cleanen Hardrock Sound der Vergangenheit ein neues dreckiges Gewand überzustreifen. Das Gewand ist blutig, dreckig wird aber mit erhobenem Haupt und stolzer Brust getragen. Eine selten gute Scheibe, die einem Punkrocker wie mir absolut imponiert.
Label: Wild Kingdom
Vertrieb: Rough Trade
VÖ: 13.06.2008

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