
Musikalisch muß es hart sein und möglichst dem entsprechen, was der geneigte Hörer gewohnt ist. Es sei denn, man hat den Anspruch Next-Generation-Manowar zu werden, dann ist Innovation durchaus erlaubt, kann aber auch in die Hose gehen. Metal hat so zu sein wie er seit einem viertel Jahrhundert gespielt wird. Er (der Metal) muß Brettern, epische Allüren haben, Gefühle wie in ganz großem Kino bzw. Tennis zeigen und an sovielen Stellen wie möglich Solos und sonstiges Gitarrengefummel präsentieren. Ab und an ist auch mal Klavier gestattet, quasi als dramaturgische Zulage. All das haben The Mystery gut erfasst und eine beherzte und gute Sängerin nach vorn dazugestellt, was ja bekanntlich eher selten zu finden ist, ja schon fast exklusiv. Oder kenne ich mich in der Materie jetzt nicht gut genug aus?
Es ist halt Metal, wie man ihn kennt und den machen sie klassisch gut. Musik ist ja nicht alles, auch das Image sollte stimmen. Das bringen die Jungs authentisch rüber und die Lady am Mikrofon tut dem keinen Abbruch sondern ist eine interessante Bereicherung.
Vom Recording her gibts nichts zu meckern aber auch keinen Fingerzeig in Richtung Himmel. Wie gesagt, Metal ist wie Omas Pfannkuchen: die sollen gefälligst so bleiben wie sie immer waren! Der Schnitzer am Ende von Track 13 ist allerdings einen Augenrunzler wert!
Die Soulcatcher ist zwar 15 Tracks stark, aber bleibt leider ohne Highlights. Die Chance besteht, das sie auf unmysteriöse Weise auf dem Markt untergehen, denn das Angebot ist groß und die Metaller haben ihre Lieblingsbands bereits gefunden.
Link: The mystery
Label:Rough Trade



