
Erst der sechste Song nimmt das Tempo etwas raus, und präsentiert sich als schicker Mitsingsong. Danach wird das Gaspedal aber wieder durchgetreten, und es kommt eine astreine Pogonummer mit “Brindle“. Die Band hat es geschafft ausgefeilte und zugleich eingängige Melodien zu basteln, und dabei trotzdem eigenständig zu klingen.
Bei den weiteren Songs kommt teilweise sogar eine Orgel zum Einsatz, die den Songs zusätzlich Groove gibt. Wenn die Orgel wie bei “ Intermission “ ein kurzes aber intensives Solo spielen darf, fühlt man sich fast wie in den 60ties. Insgesamt unterstützt die Orgel aber mehr die Songs, als dass sie dominiert. Dabei zeigt sich wie geschickt die Band die Orgel einsetzt, um den Songs noch mehr Drive und Groove zu geben.
Die Band einzuordnen ist schwer, da die Musik sehr abwechslungsreich ist. Die Jungs toben sich zwischen Rancid, Social Distortion und Green Day aus, und zeigen dabei eigenes Profil
“Left Alone“ haben mit ihrem selbst betitelten dritten Album einen richtigen Kracher hingelegt. Musikalisch anspruchsvoll, eingängig, abwechslungsreich und durchaus auch mit kritischen Texten über die Welt und deren Gesellschaft im Gepäck, haben wir hier einen neuen Stern am Melodycore-Himmel.
Frank
Label: Hellcat Records
Vertrieb: SPV
VÖ: 03.04.2009



