GREEN.FROG.FEET – On Top Of The Bottom

Review

GREEN.FROG.FEET

On Top Of The Bottom

Genre
CD
Label
Modern Noise
Datum
02.09.2009
Autor
Der Fürst
7 /10

Immer wieder interessant, was alles so in meinem Briefkasten landet. Hier nun die CD „On Top Of The Bottom“ von „GREEN.FROG.FEET“. Interessant deswegen, weil nach erstem kurzem Hören eine notwendige Recherche beginnen musste. Als jemand, der sich nun schon lange mit diversen Genres des großen Punkrockuniversums auseinander setzt, ergaben sich einige Fragezeichen, die nun aber geklärt sind. ++++ Vorneweg, das hier ist irgendwo dem Punkrock zuzuordnen, aber in der Sparte des Highscholl-College-Punks, wie ihn Bands wie Blink oder SUM41 so populär gemacht haben. Aber so ganz passt das dennoch nicht, viel zu rockig hin und wieder, mal klein, mal groß, mal eine Spur Green Day, aber verdammt massentauglich für Heranwachsende. ++++ Fragezeichen dann, als ich über das Bandalter sinnierte. Vieles hört sich hier so vorhersehbar an, dass ich für mich schon klar hatte, dass es sich um eine junge Band handeln musste. Viel zu offensichtlich der Aufbau der Stücke, die Akkordfolgen, die Breaks, das Songwriting, auch, wenn das der offizielle Werbetext natürlich anders sieht. Sorry, aber den „griffigen, melodisch pulsiererenden Punkrock“ erkenne ich nicht als besonders bemerkenswert. Auch die „stilistischen Schmankerl, luftigen Details und verblüffenden Richtungswechsel, die eine fein gezeichnete Spannungskurve quer durch die Songs ziehen“ bleiben mir fern. Alles schon wirklich oft gehört und nicht neu. Trotzdem läuft die CD rund durch und lässt keinen Zweifel daran, dass hier gute Musik des Genres geboten wird. Immerhin ist dies bereits die vierte Veröffentlichung der Band. Da sollte doch eine gewisse Erwartungshaltung erlaubt sein. ++++ Überraschend fielen dann die Recherchen aus. Die Band aus Regensburg existiert seit 10 Jahren. Erstaunlich, dass sie mir nie begegnet sind. Und noch überraschender, dass die Band schon auf so einige Erfolge zurückblicken kann, so u.a. die Auszeichnung als „MTV Best New Rocker“ im Jahr 2005 für das zweite Album „SCORE“, Supports für Simple Plan, Silverstein und Pink. Im großen weiten Netz fand ich dann auch einen eher niederschmetternden Kommentar zum Konzert von Pink und den Regensburgern. „….Pseudo-Rebellin trifft auf Pseudo-Rocker aus Deutschland….“. ++++ So schlimm ist es nicht, denn auf knapp 41 Minuten finden sich 13 Tracks, die durchaus im Genre zu gefallen wissen. Übrigens, „But You Can Tell Me Tomorrow“ gefällt mir wirklich, vielleicht liegt es an der Skalastigkeit. ++++ Einige Hörproben gibt’s auf Myspace und bei Gutbefinden kann die Band mit einem gut gefüllten Konzertkalender aufwarten.

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