Seit 2007 existiert die Band AIRPEOPLE, die ursprünglich aus dem Trierer Raum stammt, mittlerweile aber nur noch für ein Heimkonzert ins schöne Ex-Haus zurückkehrt. Mit „The Golden City“ legen sie nun ihr Debut vor. Die 9 (Instrumental-)Stücke in knapp 40 Minuten zeichnen sich in ihrer inhaltlichen Nähe jedoch durch Flexibilität aus. ++++ Die Tatsache, dass es sich hier um Instrumentalmusik handelt, macht es notwendig, sich noch intensiver mit dem musikalischen Schaffen auseinanderzusetzen. Die Kategorisierung in den Postrock liegt zwar nahe, wird von Bandseite aber eher als Korsett verstanden. Schon verständlich, denn das, was hier zu hören ist, erinnert doch eher an eine wohl überlegte Jam-Session, bei der nichts dem Zufall überlassen wird. Alle Stücke tragen den Namen einer Weltstadt und es wird immer wieder versucht, mit den Stücken ein Gefühl zu transportieren, das sich je nach Assoziation getragen, druckvoll oder verspielt äußert. Jeder weiß sein Instrument zu bedienen, alles scheint hier zu harmonieren, getragene oder schnelle Drums mit verspielten Gitarren, die durch wechselnde Melodien und Wendungen Geschichten erzählen, werden hier durch elektronische Effekte gestützt. Mal laut, mal leise, mal härter, mal verträumt. Ein Puzzle, das es sich lohnt durch bloßes Hören zusammen zu setzen. ++++ Durchaus anspruchsvoll, wenn auch hin und wieder meditationsgeeignet.




