Vor mir liegt die zweite Scheibe von DEAD TO ME aus San Francisco. Drei Jahre nach ihrem Debutalbum “Cuban Ballerina“ legen sie mit “ African Elephants “ ihr zweites Album vor. Ein Album, was es in gewisser Weise in sich hat. DEAD TO ME sprengen mit einigen ihrer Songs Genregrenzen, fokussieren nach eigener Aussage jedoch ihre Wurzeln im Punkrock. Dies ist dem neuen Hörer nur schwer zu vermitteln, denn viele der Songs kommen eher im Rock und Popgewand daher als wirklich Punkrock und Musik einer Subkultur zu sein. Da mögen die Ambitionen noch so hoch gewesen sein, die Produktion oder die Band haben die meisten Songs zu glatt gebügelt. Es plätschert daher, ist schon ganz nett mit eingängigen und auch interessanten Melodien, aber es bleibt nix hängen. Es ist einfach alles ohne Ecken und Kanten. Die Musik tut nicht weh oder lässt zumindest mal eine Augenbraue nach oben gehen.
Mit der Scheibe kann die Band sicher eine Menge Radioplay bekommen und vielleicht auch neue Fans finden, aber die Leute die unter Subkultur und Punkrock auch eine gewisse Art des Anders-Sein verstehen, werden dieses Album als relativ nichts sagend schnell in die Ecke stellen. So wie ich auch.




