Etwas mehr als 1 Jahr nachdem Fettes Brot ihre Schaffenspause auf unbestimmte Zeit ankündigten, erscheint jetzt das erste Soloalbum von König Boris.
12 Songs geprägt von Elektro-Pop-Punk-Beats, aber auch vielen Synthie-Klängen, die sich sehr gut an die letzten Alben von Fettes Brot anfügen und nun noch ausgetobter daher kommen. Gemäß dem Albumtitel ergibt sich daraus eine sehr tanzbare Musik.
Hört man sich jedoch die Texte genauer an, so verharrt man doch wieder schnell in seinem Bewegungsdrang. Messerscharf, punktgenau kritisch, wortgewandt und floskelwitzig werden die Paradoxa unserer Gesellschaft formuliert. Oberflächlich, schnelllebig, eine Welt mit viel besserer Stimmung als deren Lage. Eine zentrale Rolle spielt dabei Mister Mittelklasse, der auch gern ‚Dagegen’ ist, aber dann doch bitte nicht zu sehr und vor allem nicht gegen seinen Status Quo. Zum 1. Mai in Kreuzberg, aber dann doch schnell wieder zurück in die Komfortzone und weiter dabei zusehen, wie sich die Zustände auf der Welt verschlechtern. Und auf der anderen Seite die Menschen, die man leicht übersieht - mit zu wenig Glauben an sich selbst und der Überzeugung etwas bewegen zu können.
Ein gelungener Einstieg als Solokünstler und mehr als nur ein Trost für alle traurigen Fettes Brot – Fans.
In 10 Städten konnte man DER KÖNIG TANZT in der zweiten Aprilhälfte bereits live erleben.
Hoffentlich folgen bald weitere Termine.




