Das fünfte Album der Londoner Oi-Punk Band DEADLINE steht in den Startlöchern.
Das fünfte Album, wie die Zeit vergeht, aber wenn ich es mir so überlege kenne ich die Band auch schon eine Weile und hab schon etliche Konzerte mit ihnen erlebt.
Auf ihrem fünften Album “Bring the House down“ gibt es 13 Songs, also eine ordentliche Packung. Beim Hören der Songs fällt als erstes die wunderbare Stimme von Liz auf. Sie ist klar, trifft jeden Ton und die Songs scheinen wie für sie gemacht zu sein. Was natürlich nicht heißen soll, dass der Rest schlecht klingt. Ganz im Gegenteil. Die Aufnahme kommt sehr sauber und druckvoll rüber.
Der erste Song ist noch relativ verhalten, aber schon mit dem zweiten wird das Gaspedal fester durchgetreten und auch bei den schnellen Songs ist Liz mit ihrem Gesang gut präsent.
Die dreizehn Songs sind abwechslungsreich, wobei in der ersten Hälfte des Albums das geboten wird, was man von DEADLINE erwartet. Songs im Mid-Tempo mit einigen Beschleunigungen, gitarrenlastig, rockig und immer mit der nötigen Portion Rotzigkeit die DEADLINE so berühmt gemacht haben.
Was schon ein bisschen verwundert ist der vierte Song “Two Heads“. Hier wird plötzlich ein Skasong eingeschoben, der von der Rhythmik her einem sofort ins Ohr geht. Ein Song der klasse ist und vielleicht gerade deshalb so einen guten Eindruck macht, weil er aus dem Rahmen fällt.
Wer denkt, dass die Band softer geworden ist, bekommt mit dem nächsten Song “99% Deadline“ einen klassischen DEADLINE-Song um die Ohren geballert. DEADLINE sind definitiv nicht softer geworden. Sie nehmen sich einfach die Freiheit nicht immer nur eine Szene zu bedienen, was sie ja auch live machen. So sind bei Konzerten von DEADLINE nicht nur Skins zu sehen sondern auch jede Menge Punks, Hardcore-Fans und natürlich auch jede Menge Frauen. Liz bringt mit ihrer Aura die selbstbewusste Frau rüber, die jedoch weder arrogant noch überheblich ist, sondern einfach ehrlich und eben kein Püppchen.
Als kleines Schmankerl gibt es auf “Bring the House down“ noch die Coverversion des Klassikers “These boots are made for walking“. DEADLINE nehmen das persönlich. Ab März 2010 sind sie wieder auf dem Kontinent unterwegs um ihr neues Album live vorzustellen.




