CENOBITES aus Rotterdam haben ein neues Album unter die wütende und verrückte Masse gebracht, welche sich Psychobillys nennen.
Seit 1994 gibt es die Band. “No Paradise for the Damned“ ist ihr sechstes Album. Der Titel könnte auch direkt von der Kanzel eines Pastors stammen. Tut er aber nicht, oder vielleicht doch? Und warum gibt es kein Paradies für die Verdammten? Wer ist Verdammt? Sind die Normalen nicht Verrückter als die Verrückten? Fragen über Fragen, aber wir sind hier nicht beim Psychologiestudium. Wir sind hier in der Welt der CENOBITES. Und die hat es in sich.
“Enter my world, enter my pain. You´re in the devil domain…“ Alles klar!?!
Die Jungs haben nicht verlernt was es heißt, Songs aufzunehmen die wie ein Schlag ins Gesicht sind. Der Opener “1000 Bullets“ beweist das eindrucksvoll. Da fliegt einem die Kinnlade runter und der Punch kann landen. Ein riffiges Psychostück mit hohem Tempo und massig Aggressivität im Lauf. Holla, da heißt es, sich warm anziehen.
Die Band drosselt danach etwas das Tempo. Heraus kommen Songs die sehr gitarrenlastig sind und dadurch stark an alte Hardrock-Sachen erinnern. Dies verstärkt auch der Gesang von Sänger Dimitri. Erst “Devil Domain“ geht wieder mehr in Richtung schneller Wahnsinn.
Die CENOBITES sind irgendwo im Nirvana zwischen Wahnsinn, Mad Max und verrücktem Psychobilly. Eine krude aber interessante und vor allem sehr hörenswerte Mischung.
Die elf Songs beißen sich auch nach mehrmaligem Hören gut ins Ohr. Und auch Song Nummer 11 ist für sich gesehen nicht übel.
Also insgesamt ein feines Stück Musik für die Unangepassten und Wahnsinnigen dieser Welt.




