PUTA MADRE BROTHERS – QUESO Y COJONES

Review

PUTA MADRE BROTHERS

QUESO Y COJONES

Genre
CD
Label
ROOKIE RECORDS
Datum
31.01.2011
Autor
Frank
6 /10

Das Trio PUTA MADRE BROTHERS kommt aus Australien. Die Drei machen aber schwer einen auf Mexikaner und dazu eine Musik die…nun ja, speziell ist. Woher die Drei kommen weiß keiner, nur, dass sie seit ein paar Jahren in Down Under ihr Unwesen treiben. Die Bandbiographie auf der Homepage liest sich wie ein Tagebuch von genialen Dilettanten. Da wird einer der Band als DJ gebucht und spielt meist untanzbare Stücke, wenn überhaupt, denn er ist der Technik nicht mächtig. So steht es dort. Was soll man davon halten? Wohl zu lange in der Sonne gesessen ohne Sombrero. Da ist das Hirn dann irgendwann weich geworden und deswegen machen die drei Australier nun Musik. Irgendwas muss man ja machen. Was aus den Boxen kommt ist meist instrumental. Gespielt mit zwei Gitarren, einem Bass und drei Bassdrums. Das klingt skurril und ist es auch.

Wenn man mal von der Frage absieht, warum drei Australier einen auf Mexikaner machen, im Sitzen spielen und drei Bassdrums haben, und die Musik auf sich wirken lässt, fällt auf, dass die Jungs hier was ganz tolles für Liebhaber des obskuren Trashs sind. Der Sound ist tatsächlich dem mexikanischen Sound angelehnt, den man kennt und der bei jedem guten Mexikaner rauf und runter läuft. Dazu nehme man die besagten drei Bassdrums und Gitarren, von denen eine immer einen Tick zu laut eingestellt ist. Das hört sich schräg an und ist es auch. Es ist meist recht noisig. Vom künstlerischen Aspekt her bekommt man also insgesamt was Ordentliches geboten.

Aber auch wenn ich meine ganzen Italo-Western rauskrame, wie “Ein Einsamer kehrt zurück“ oder “Drei Amen für den Satan“ nur um die Filmmusik zu hören, so passt der Sound der PUTA MADRE BROTHERS da auch nicht ganz rein. Er ist einfach zu schräg dafür. Der offensichtlichste Grund ist die besagte zu laute Gitarre. Ob es für die paar gesungenen Songs im Studio für gute Mikros nicht mehr gereicht hat oder ob ein wildes Känguru die Gesangsspuren verzerrt hat, weiß ich nicht zu sagen, aber muss der Gesang so klingen, wie aus einem altersschwachen Grammophon?

 Schwerer, obskurer Stoff ist das hier. Wer drauf steht, sollte PUTA MADRE BROTHERS mal antesten, alle anderen sollten da vorsichtig sein. Nix für normale Leute, der Sound!

Live sind die wilden Drei mit Songs wie “Never a Lady named Louigi“ im März 2011 in Europa unterwegs.

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