FEINE HERREN – GEDANKENSPIEL

Review

FEINE HERREN

GEDANKENSPIEL

Genre
CD
Label
STF-RECORDS
Datum
06.09.2011
Autor
Frank
2 /10

Oh je, das Metal - Label STF - Records streckt seine Fühler in den Punkbereich aus und hat die Band FEINE HERREN aus Strausberg bei Berlin unter ihre Fittiche genommen. Herausgekommen ist die CD “Gedankenspiel“.

Das Cover lässt nichts Gutes erahnen. Absolut ideenlos sind die Visagen der vier Bandmitglieder zu sehen, darüber eine Nebelwolke mit dem Titel der Scheibe. Das würde ich mich als Label nicht trauen raus zu bringen und als Band würde ich mich schämen, wenn das Cover mein Album zieren würde. Extrem abtörnend! Das Cover lässt schlimmes ahnen. Wieso ahne ich bei Veröffentlichungen von STF-Records immer schlimmes?

Das Label hat nun mal in meinen Augen ein Händchen für mehr oder weniger unspektakuläre und langweilige Bands um nicht zu sagen für Schrott. Es gab auch schon mal ordentliche Scheiben, aber die letzten Outputs sind wirklich was für den Recyclinghof gewesen.

Nun wollen wir aber nicht meckern, ohne FEINE HERREN gehört zu haben.

Der erste Song “Jetzt erst recht!“ kommt gar nicht mal übel daher. Klingt extrem nach Abwärts. Nach Abwärts der neuren Zeit, also nach den Scheiben “Nuprop“ und “Rom“. Der Textaufbau ist genauso wie bei Frank Z. und seinen Mannen. Ist keine schlechte Referenz, klingt allerdings auch nach nix Neuem, sondern eher nach Fans von Abwärts, die hier mehr schlecht als recht, Songs der Band nachzuspielen versuchen.

Der zweite Song “Wir“ ist textlich noch nicht mal übel, sollte allerdings eher von einer aufrichtigen Oi-Band oder von den Lokalmatadoren aus Mülheim an der Ruhr gesungen werden. Denen würde man den Text auch abnehmen, aber das die Leute von FEINE HERREN bis Morgens um 07.00 Uhr feiern und Spaß haben, nehme ich den Jungs nicht ab.

Kann sein, dass ich mich da von der Optik und der Musik blenden lasse, aber das ist einfach nichts dahinter (außer vielleicht der Wunsch so zu sein, und mit den coolen Jungs tatsächlich mal bis um 07.00 Uhr Morgens Spaß zu haben)

Der Song “Koma“ versucht sich zur Abwechslung als Rockballade. Versuchen ist hier allerdings wörtlich zu nehmen. Peinlicher Song. Echt derbe, geht gar nicht.

Zehn Songs bieten uns hier die FEINE HERREN. Zehn Songs zu viel!

Zur Ehrenrettung kann man der Band immerhin zugestehen, dass sie versuchen die Art der Musik und die Art des Songwritings von Abwärts abzukupfern. Mehr Pluspunkte gibt es nicht. FEINE HERREN bieten eine Art Industrial-Rock dem sich meine Gehörgänge absolut verweigern.

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