Und die Jahre ziehen ins Land…
Nein, das wird keine Review von den Toten Hosen sondern von dem zweiten Album von TBC aus Österreich. In 2010 hat die Band ihr Debütalbum veröffentlicht, welches auch von mir für ramtatta.de besprochen wurde (http://www.ramtatta.de/reviews,id-899,go-tbc+_+28+days.html ). Nun in 2012 kommt das zweite Album auf den Markt. Wieder über das Label STF-Records und wieder hab ich die Ehre die CD besprechen zu dürfen.
In den letzten zwei Jahren hat sich die Band Gedanken über ihre Musik gemacht und so kommt “The Rise“ deutlich ausgereifter daher, als “28 Days“.
Die Songs gehen generell mehr in Richtung Symphonic-Gothic(-Metal) haben aber auch noch ordentliche ´80er Metal - Anleihen.
Die erste Marke setzt der Song “Gnade“, in deutsch gesungen sind die ersten Zeilen eine kritische Abrechnung mit der heutigen Gesellschaft und deren Konsumstreben. Danach geht der Text aber um 180 Grad direkt in einen typischen, fast kitschigen Gothic-Text über. Schade eigentlich. Man merkt an diesem Text stark, dass viele Gothic-Texte kitschig und naiv sind, nur weil die Texte in Englisch sind, wird das meistens überhört.
Nun ja, Gothic in all seinen Facetten ist textlich und thematisch so festgefahren, wie viele andere subkulturelle Genres auch.
Die Musik von TBC versucht mir harten Riffs Power in die Songs zu bringen. Dies gelingt zwar, allerdings wird das auch schnell ermüdend, da es oft die gleichen Riffs sind. Da nützt es auch nichts, wenn das Keyboard hier versucht zusätzlich ein bisschen Pepp in die Songs zu bringen. Das klingt schwer nach 80er Kitsch-Metal und dürfte nur den ganz Schmerzfreien gefallen.
Einzig der Gesang von Natascha kann überzeugen. Die Dame konnte schon auf “28 Days“ Akzente setzen und tut dies auf diesem Album ebenso. Die ausgebildete Gesangsstimme ist das Beste an dem ganzen Album.
Für Fans von Gothic-Metal ist TBC vielleicht ein Reinhören Wert, andere sollten die Finger davon lassen.




