Die Bockwurschtbude – Back to the roots

Review

Die Bockwurschtbude

Back to the roots

Genre
CD
Label
Puke Music
Datum
21.03.2013
Autor
Donald
8 /10

 So, etwas verspätet sitz ich endlich hier und schreib über die Frankfurter (Oder) Combo „Bockwurschtbude“ (Sorry für die Verspätung). Gegründet wurde die Band 1995 nach der Auflösung von „Die Kunstblumen“.

Bockwurschtbude spielen „richtigen“ Deutschpunk. Dabei sind sie aber ziemlich melodiös und beherrschen ihre Instrumente (also mehr als nur drei Akkorde). Die rauhe Stimme des Sängers schafft es, die Refrains der Songs in dein Ohr zu brennen. Auch die Aufnahmen der 15 Songs der neuen Scheibe „Back To The Roots“ sind qualitativ hochwertig ohne einen „zu cleanen“ Sound zu liefern.

Thematisch singen sie über Glück bzw. falsches Glück der Angepassten, das Leben, Paranoia, Tod, falsche Freunde...

Grundsätzlich sind die Texte sehr intelligent, ein richtiges Sauflied hab ich nicht gefunden – stört aber natürlich nicht. Einfach mal wieder Wut gegen die Gesellschaft ;-)

Mein Lieblingssong ist leider der Song, den ich textlich am wenigsten mag: O.S.T. Bei diesem Song greifen sie die ganzen alten Punkbands an. Dort werden Fuckin' Faces, Dritte Wahl u.a. als Emos und Gewinner beleidigt, N.O.E.s und KVDs „Scheiß tut nur noch weh“. Melodisch ist der Song top, aber textlich gehen sie teilweise zu hart ins Gericht.

Jeder Deutschpunk kann bedenklos nach dieser Platte greifen. Keine Experimente und nicht nur einfaches Geschrammel und Gegröhle was wir alle schon 1000 mal zu hören bekamen.

Track 8 namens „Nacht & Tod“ ist anscheinend ein Cover geschrieben von Tom Meyer, Verlag: Manuskript bzw. evtl. ein Gedicht.

Tracklist:

1. Glücklich 2. Happy End 3. LX 4. Nebel 5. Back to the roots 6. O.S.T. 7. Paranoid 8. Nacht & Tod 9. Und sie wissen nur zu gut Bescheid 10. Nie gedacht 11. Pflasterstein 12. G 13. AMF 14.EEALDT 15. Welches Lied

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