Auch wenn der Name es vermuten lässt, geht es bei der Band PORNOPHON nicht um Sex, Porno oder sexuelle Freakigkeiten. Es klingt zwar so, ist aber nicht so.
PORNOPHON kommen aus Ulm, existieren seit 15 Jahren und spielen Hardcore.
Dieses Album ist, wie der Titel schon erahnen lässt, ihr fünftes.
Das Album bietet acht Songs und einen Remix. Recht wenig für eine Hardcore - Band könnte man meinen, denn diese Bands prügeln doch immer ihre Songs in zwei Minuten runter.
Wer auf die Spielzeit schaut, wird schnell feststellen, dass die Ulmer sich Zeit lassen.
Ist der erste Song “Warcorde“ noch ein klassischer Hardcore - Song alter Schule ist schon der zweite Song “Nothing“ ein langsamerer, fast schleppender Song der vielleicht so eine Art Hardcore - Doom sein könnte, müsste man den Stil beschreiben. Technisch gut gespielt, zieht der Song einen in den Bann.
Weiter geht es etwas schneller aber das ganze Album ist durchaus mehr als nur ein weiteres gutes Hardcore - Album. Es hat sicherlich seine Wurzeln im Old-School-Hardcore, nimmt jedoch einige Einflüsse des Doom auf. Es blitzen auch Einflüsse des Screamo auf und wenn man seine Ohren spitzt, dann ist auch mal der gute alte Punk zu erahnen.
Warum man sich den provokanten Namen PORNOPHON gegeben hat weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass dieses Album musikalisch und textlich dem musikalisch offenen Menschen eine ganze Menge zu bieten hat.
Bevor jemand denkt, die Band macht doch eigentlich Post-irgendwas-Core, dem sei gesagt:
Kauf das Album,
beschäftige dich damit,
höre es laut
und du wirst merken das du gute Musik dein eigen nennst, die Meilenweit von dem neumodischen Krach entfernt ist, der sich so gerne Post…bla,bla, bla….nennt.
“Fünf“ ist ein anspruchsvolles Kleinod!




