
Und „The Emerald City“ soll nun der Soundtrack zu meinen „St. Patrick´s Day“ sein ? So steht es zumindest auf dem Aufkleber der CD. Daran muss ich leider erst einmal stark zweifeln. Schon beim ersten Song „The Rover“ hört sich der Einsatz der Violine, die von Rebecca Brooke M., der einzigen Lady bei THE TOSSERS gespielt wird, irgendwie unharmonisch an. Oder kommt das von der Tin Whistle, einer Art Pfeife die typisch für die Irische Musik ist, die von Aaron Duggins gelegentlich im Song zu hören ist ? Diese hörbare Disharmonie hört man auf jeden Fall heraus und passt einfach nicht. Auch der zweite Song „Here´s to a drink with you“ leiert nur so vor sich hin. Der Song hört sich an wie ein typischer Shane MacGowan Song auf viel zu viel Alk. Erst mit dem dritten Song „Emerald City“ kommt der typische irische Folk-Punk raus und kann mich etwas begeistern. Wobei Chicago nicht Seattle ist und es kann ich jede Stadt diesen Spitznamen haben. Für mich ist Chicago immer noch Chi-City. „Wherever you go“ der vierte Song könnte auch von den POGUES sein, das Album wird langsam besser….
Aber mit den DROPKICK MURPHYS zu werben, so wie es auf dem Aufkleber zu sehen ist, ist völligst unangebracht. Den auch den meisten der weiteren 10 Songs fehlt dafür der „Kick“. THE POGUES würden deutlich besser als Vergleich zu den TOSSERS passen und oh Wunder, die stehen auf dem Aufkleber auch drauf. Und in POGUES Manier wird auch viel Wert auf den Whiskey und dem Bier gelegt, der Bandname scheint Programm zu sein. Im Großen und Ganzen handeln die 14 Songs also über Alk, sowie Freundschaften und Feierlichkeiten, wie der „St. Patrick´s Day“, aber der muss ja auch auf einer Irish-Folk-(Punk-) Platte zwangsläufig zu hören sein. Einzige Ausnahme ist der Song „USA“, in dem Tony Duggins sehr kritisch über die Kriegsmacht USA singt. Gefällt mir !
Ein fetter Pluspunkt geht auch ans Booklet. Die Texte mit ein paar guten Bildern gemischt und anmutig gestaltet, fertig ist ein gutes Booklet.
Fazit, nach schwachem Start legt das neue Album der Amis deutlich zu. Mir persönlich sind die 40 Minuten aber zu gemächlich, es fehlt mir über weite Strecken die Power und so gefallen mir nur wenige Songs richtig gut.



