
Im Verlauf der 9 Stücke kommt der mechanische Beat etwa ab der zweiten Hälfte allmählich mehr zur Geltung, und da gibt es eine Drosselung der Aggression zugunsten Synthie-Trash mit viel Bliepsen und Gluckern straight outta Space Invaders. Das schafft die Abwechslung, um die nicht mal 25 Minuten nicht fade werden zu lassen, wobei ich noch eine Steigerung des entfremdeten Wutausbruchs vom Anfang der Platte gemocht hätte. So gefällt mir die Combo aus San Diego am besten, minimalistisch, einfach raus mit dem Krach und weiter.
Bleibt festzuhalten, dass unter dem ausgefransten Soundgewand gut geschriebene, auf den Punkt gebrachte Stücke stehen, wodurch diese Musik meiner Meinung nach erst funktioniert und sich durch das Gehör irgendwo in das Gehirn herein frisst. Wenn das Genosse Stalin wüsste!
Fun Fact: Albumtitel und -artwork beziehen sich auf einen Amoklauf mit einem gestohlenen Panzer, 1995, in der Heimatstadt der STALINS.



