Motherbrain – 0010

Review

Motherbrain

0010

Genre
CD
Label
Setalight
Datum
17.08.2014
Autor
MC GAudibuizn
5 /10

"Motherbrain aus Berlin zelebrieren Fast Forward Stoner Rock".
Aha, gut, Stil sagt mir nichts, kannte bisher nur Stoner Rock. Also Schublade #324567 auf und rein damit.

Bei dieser Musik kommt es ja eher darauf an ein Klangkonzept zu entwickeln, dass sich durch die ganze Platte zieht. Das ist hier gelungen. Den Sound würde ich jetzt mal bildhaft so beschreiben. Ein feuchter Keller im November im tristesten Teil der Stadt. Perfekte Bedingungen so einen Sound zu fabrizieren. So haben Black Sabbath die Godfathers of Stoner Rock auch angefangen.

Der Gitarrensound ist fuzzy wie sich das gehört und es werden wirre Textzeilen zum Besten gegeben. Das ganze ist verdammt rauh und hat viel Energie. Dazu verspulen die krummen Sequenzen das ganze noch richtig schön. Aber dennoch sind diese sehr simpel und können einen schon in den Sog ziehen. 

Ich tue mir schwer die Highlights der Platte auszumachen. Ein zwingendes Aha-Erlebnis fehlt. Das ganze ist sehr eintönig und wie gesagt kommt es der Band wohl eher auf das Gesamtkonzept an. Für mich heben sich die Songs "Zero Gravity", "Rapid Expanding Space" und "High Drive" ab. Interessant ist auch noch das Keyboardinstrumental "Do Androids Dream of Electric Guitars". Außerdem befindet sich am Ende des Albums noch das Cover "Hell on Wheels" von Fu Manchu.

Sehr originell finde ich auf der Coverrückseite die binären Codes (0er und 1er) für die Tracknummern. Das find ich richtig gut!
Achja und hauen die da bei "Unleash the Whiskey" auf die Heizungsrohre im Keller?
Gut, ich würde sagen, das wurde ganz solide. Fans von Stoner Rock haben daran sicher ihre Freude. Mich hat das ganze nicht so vom Hocker gehauen. Liegt wohl daran, dass ich sowas eher seltener höre. Es sind kreative Ansätze dabei aber irgendwie ist es wie gesagt auch etwas eintönig.




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