
Zu den Lichtblicken die es durchaus gibt gesellen sich AGRESSORS aus Belfast in Nordirland. Die Band hat sich 2009 gegründet und neben Touren durch UK, Wales und Schottland sich auch sehr viele Gedanken über die eigene Musik gemacht.
Herausgekommen ist etwas ganz wunderbares.
Der Gesang erinnert etwas an The King Blues (R.I.P.), der Beat ebenso, dann geht es in Richtung der alten Ska-, Rocksteady-und Reggae-Helden. Von den Melodien her gesehen gesellt sich auch eine Prise Ska-Pop zu den Zutaten die jedem einzelnen der 13 Songs zu seiner Einzigartigkeit verhelfen.
Entspannt, tanzbar, politisch und melodiös, so lässt sich der Sound der Band aus Belfast beschreiben. Neben dem Augenmerk auf gute Songs hat die Band es auf jedem der dreizehn Songs geschafft, eine klare Message rüberzubringen und zwar so auf die Essenz runtergekocht, dass es schon erfrischend ist das Booklet zu lesen. Kein Bla-Bla, hier kommt man schnell auf den Punkt und formuliert klar wie man Dinge sieht und wo man steht. Das ist in seiner Kürze ungewöhnlich weil es so kaum noch gemacht wird. Es ist wunderbar, wenn man in acht kurzen Zeilen liest um was es sich beim Skinhead-Sein handelt. Oder der Opener der Platte “The Tone of the Times“, der uns die Frage stellt warum wir (in der Subkultur) so weit voneinander sind obwohl wir in vielerlei Hinsicht die gleichen Ansichten und Träume haben. Ist eine Stimme für alle nicht kräftiger als wenn jeder alleine schreit?
Natürlich hat die Stadt Belfast auch einen festen Platz auf dem Album. Zwei Songs handeln über die Stadt, die wahrscheinlich einer der speziellsten Städte Europas, vielleicht sogar der Welt ist.
Das dieses Album das Debüt der Band ist lässt sich kaum glauben, so ausgereift und lässig wie die Songs aus den Boxen kommen. AGRESSORS wissen um was es geht und wo man her kommt. Sie haben das Herz am rechten Fleck und bringen das mehr als gut mit ihrer Musik rüber.



