THE MURDER BROTHERS – MURDER GOSPELS -VOLUME ONE-

Review

THE MURDER BROTHERS

MURDER GOSPELS -VOLUME ONE-

Genre
CD
Label
Mutant Rock Records
Datum
19.11.2015
Autor
Frank
8 /10
Er hat es wieder getan.
Er kann nicht anders.
Es ist seine Leidenschaft, sein Leben....sein Trieb.
P. Paul Fenech, Kopf der Psychobilly-Ikone THE METEORS hat neben dieser Band seit Jahren auch eigene Projekte verwirklicht. Er hat eine handvoll Solo-Platten veröffentlicht, hat bei einigen weiteren mitgearbeitet und in seinem eigenen Studio Bands aufgenommen, darunter u.a. Sir Psyko and his Monsters.
Nun hat er mit THE MURDER BROTHERS ein neues Projekt ins Leben gerufen, und die erste Veröffentlichung “Murder Gospels Volume One“ genannt. Da kann also noch mehr auf uns zu kommen. Das ist bei Herrn Fenech nicht unwahrscheinlich.
“Murder Gospels Volume One“ unterscheidet sich schon beim Hören der ersten Songs von den Veröffentlichungen der letzten Jahre. Als erstes fällt auf, dass die Songs düsterer und langsamer sind. Es sind vielerlei Stile zu hören. Blues, Voodoo-Sounds, Swamp-Rock, Country, sphärischer teils progressiver Rock, natürlich Psychobilly der alten Schule und vielleicht sogar noch ein bisschen Wave aus den 70er und 80er Jahren.
Die Songs erinnern auch an Soundtracks von mehr oder weniger guten Horrorfilmen und Thrillern aus den 60er bis 80er Jahren.
Es ist eine ganz besondere Mixtur.
Die Songs schaffen sofort Atmosphäre und zwar eine Atmosphäre die (unterschwellig) Angst macht. Es ist eine Aura von drohendem Unheil, was THE MURDER BROTHERS schaffen. Es ist nicht die konkrete Angst die hier geschürt wird, sondern nur diese Aura von Angst, die viel schwerer zu schaffen ist.
Es ist gleichzeitig auch eine Darstellung der großen Kunst die P. Paul Fenech beherrscht, nämlich mit seiner Stimme und seinem ganz eigenen charakteristischem Gitarrenspiel einen in seinen Bann zu ziehen. Das schaffte er mit seinen Solo-Alben schon meisterlich, aber das was er mit den zehn Songs von “Murder Gospels Volume One“ erschaffen hat, ist nochmal eine Steigerung.
Die Geister werden sich dennoch an dieser Platte scheiden. Die Fans die auf den puren Psychobilly stehen, oder auf das was P. Paul Fenech mit seinen Solo-Alben aufgenommen hat, werden größtenteils enttäuscht sein.
Dafür wird diese Platte sicherlich auch Menschen begeistern, die bisher nichts mit ihm anfangen konnten.
“Murder Gospels Volume One“ ist eine ganz spezielle Platte, für ganz spezielle Leute.




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