
DARK ZODIAK aus Baden-Württemberg nun. Ein kurzes, aber effektives Intro, wo die Waffen einmal präsentiert werden – jetzt wird’s hart. Und es bleibt hart. Ein eisernes Nashorn verwüstet mein seelisches Blumenbeet. Etwas rumpelt der Sound zwar, aber sauber gespielter, trashiger Death-Thrash. Auffällig ist dabei definitiv der tief gurgelnde und kreischende Gesang der Sängerin Simone. Die Texte sind übrigens gut verständlich – das ist gerade bei Growling nicht immer so. Pluspunkt. Die englischen Texte handeln von Umweltschutz und finsterer Metal-Symbolik. Das passt nicht so wirklich zusammen und irritiert/belustigt mich, vor allem in Kombination mit dem genretypischen Dämonengesang.
Die Songstrukturen erscheinen auch bei mehrmaligem Anhören chaotisch und willkürlich. Schade, denn für sich genommen gute Riffs werden teilweise unvermittelt aneinandergeklatscht, und man ist wieder ganz woanders, ehe man sich auf den Song einlassen kann. Gegen Ende des Albums steigt noch einmal die Eingängigkeit und die Band fetzt mit mehr Enschlossenheit los. Damit kann Sie mich wenigstens für die letzten Songs noch bei der Stange halten. Insgesamt bleibt das hier aber eine unausgegorene Ansammlung von Klischees. Eigene gute Ideen, und die gibt es hier, gehen unter, ohne nachhaltig Eindruck zu hinterlassen.



