Man nehme zwei Hände voll deutschen Punkrock der ersten Stunde, a la Slime, Razzia, Canal & Daily Terror, Toxoplasma, Hass usw. Füge drei Finger breit NDW / Punkrock mit Frauengesang von Ideal, Neonbabies und Hans-A-Plast hinzu. Lass die Sahne weg und fülle die Pulle lieber an mit einem radiotauglichen Hosen-Ärzte-Mix auf (die ursprüngliche Punkrock-Note muss aber bestehen bleiben) und garniere das Dosenbier mit einer Messerspitze Knochenfabrik / Chefdenker (ja Claus Lüer singt auch bei einem Song mit) und fertig ist Frau Hansmann (mit 17% Frauengesang und 110% Punkrock).
Entsprechend der genannten Bands kann man sich vorstellen, worüber sich Frau Mansmann in den 27 Minuten „Menstruation in Stereo“ auskotzen. „Bullen“ ist klar, „Geld“ na logo, „Pöbelei und Widerstand“ is klar, „4,8‰“ normal, „Therapie“ jeder Zeit wieder, „Gewalt ist sexy“ huch, „im Bett“ is schön warm, „Kannix“ Spieglein Spieglein an der Wand, „Panik vor der Umweltzone“ mein 3 Liter Diesel bleibt usw.
12 Songs also, die einem mit Politik und Bier überschütten, dazu passt wunderbar ein Ausschnitt aus Ihrem Infoblatt „... ein Meilenstein für den Berliner Punk und schmeckt am besten zu kaltem Dosenbier!“, dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen (außer, lasst die Welt nicht wieder 5 Jahre auf Eure nächste Veröffentlichung warten!).
Für Ihre „blau-violett transparente Polyvinylchlorid“ müsste ich ja eigentlich 2 Bonuspunkte geben, aber a. habe ich die Vinyl-Platte nicht und b. wir wollen´s mal nicht für die fünf Berliner übertreiben, sie bekommen doch schon fast die Höchstpunktzahl....




