THE OFFENDERS – CLASS OF NATIONS

Review

THE OFFENDERS

CLASS OF NATIONS

Genre
CD
Label
Long Beach Records Europe
Datum
28.02.2020
Autor
Frank
8 /10

Heißt es nicht, das siebte Album ist verflixt?

Wie das verflixte siebte Jahr?

Nun, THE OFFENDERS machten bis zum siebten Album mehr oder weniger das, was sie seit Gründung der Band gemacht hatten. Sie spielten Reggae und Ska und erspielten sich damit eine treue Fan-Basis. Schöner Oldschool Ska gepaart mit Reggae und Texten die ganz klar in die richtige politische Richtung gingen.

Vielleicht war der Band das irgendwann nicht mehr genug?

THE OFFENDERS haben den Punk für sich entdeckt.

Dieses Album mit seinen zwölf Songs ist über fast die gesamte Länge nicht das, was man von der Band aus Berlin erwartet hat. Auf “Class of Nations“ gibt es kaum noch Ska und Reggae. Dafür gibt es punkige und folkpunkige Stücke im Midtempo. Melodisch sind sie weiterhin, für die Band fast ungewöhnlich schnell. Vor allem, die Musik ist für die Band ungewöhnlich. Raus aus der eigenen musikalischen Wohlfühlzone und rein in die wilde Punkrockwelt.

Die Songs werden weiterhin von der markanten Stimme von Valerio getragen. Das Zusammenspiel zwischen den Musikern ist, wie man es seit Anbeginn der Band kennt, gut. Es ist schon erstaunlich, wie verändert die Band auf diesem Album ist.

Den Fans scheint es aber zu gefallen. Bei Ihrem Jahresabschlusskonzert im Clash in Berlin, was seit Jahren dort stattfindet und eine schöne Tradition geworden ist, war nicht zu erkennen, dass der neue Stil der Band auf Ablehnung getroffen ist.

Nun geht es also für THE OFFENDERS in neue Gefilde. Auch dort werden sie Fans finden, wenn sie die bisherigen Fans nicht sogar größtenteils mitnehmen werden. Ich bin auf jeden Fall auch weiterhin dabei.

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