Aaarrghh, das Wochenende war lang. Schlaf war Mangelware und jetzt sitz ich hier und höre diese Scheibe der Mädels und Jungs aus Luxemburg und mein nervöses Nervenflattern beruhigt sich langsam. Schön relaxt und melodisch geht’s hier zu Werke. Da seh’ ich den Strand nicht nur auf dem Cover vor mir. Schade, dass der Herbst vor der Tür steht, denn das hier ist der Soundtrack für den Sommer und Cocktails in praller Sonne. „Sunday-Ska“ heißt diese Spielart des Ska laut Bandinfo. Ja das kommt hin. Seht entspannt, schöne Melodienbögen und eine angenehme Bläsersektion, die ihr Handwerk versteht. So zaubert man leicht ein Lächeln auf meine zur Faust geballtes Gesicht. Gut, eine Posaune stünde den Bläsern auch noch gut zur Gesicht, dann wäre der Sound noch runder, fällt aber nicht weiter auf (höre gerade in Lied 10 doch eine Posaune oder täusch ich mich?? Ja, doch das sollte eine sein und das bringt die Musik weiter nach vorne). Und das ganze ist auch noch sehr abwechslungsreich, mal sehr langsam („Dem People“), dann wieder etwas flotter, aber alles in allem immer mit originellen Ideen und einem Potpourri an eingeflochtenen Stilrichtungen von Rocksteady über Northern Soul bis hin zu Jazzanklängen. Der Gesang hat einen warmen Klang und unterstreicht die gute Musik. Die Aufmachung ist weniger begeisterungswürdig, eine kleiner Einleger mit ’nem Bandfoto und ab dafür. Aber es geht ja um Musik und die kann was. Einziger Wehrmutstropfen aus meiner Sicht ist die überflüssige Dub-Version von Dem People als letztes Lied. Mal abgesehen davon, dass ich derlei Remixe in der Regel eh für sinnlos und öde halte ist das echt der Tiefpunkt einer sonst guten und unterhaltsamen Platte. Aber dafür gibt’s ja die Vorspultaste. Also ansonsten eine durch und durch empfehlenswerte Platte, abwechslungsreich und relaxt.
Diese Website verwendet ausschließlich technisch notwendige Session-Cookies (für den Redaktionsbereich und optionale Benutzerkonten). Es werden keine Tracking- oder Analyse-Cookies eingesetzt.
Datenschutzerklärung →