JIM TWENTY kommen aus Köln-Mühlheim und existieren seit fast 3 Jahren. In dieser Zeit war die Combo sehr aktiv, so haben sie nicht nur schon zwei Veröffentlichungen raus gebracht, von denen eine “The Mission“ ist, sondern auch einen eigenen Stil geschaffen, dem Skacore, eine Mischung aus Hardcore, Emo und Ska.
Kann man das tatsächlich mischen, war meine erste Frage die sich beim Lesen der Bandinfo stellte. Nun, mischen kann man sicher viel aber klingt das auch nach was?
Für eine Band die seit drei Jahren existiert sind die Songs sehr ausgefeilt. Viele Breaks, Tempowechsel, teilweise mehrstimmiger Gesang und Screamo-Parts wechseln sich mit sauberen Gesangsparts ab und wem das schon reicht, der schaltet jetzt weg. Die anderen bekommen noch die Skaparts um die Ohren geknallt. Die zwei Bläser, Max und Stefan setzen in den Songs Akzente, mehr allerdings auch nicht. Und nur weil die Gitarre ab und an einen Offbeatriff spielt ist es noch lange kein Skastück.
Die sieben Songs auf “The Mission“ sind handwerklich sehr ordentlich, erinnern allerdings tatsächlich mehr an Emo als an alles andere. Wer auf diese Musik abfährt, wird mit JIM TWENTY eine Band finden, die technisch anspruchsvoll ihre Songs mit Druck und Melodie durch die Boxen ballert.
Für Fans von Hardcore ist die Band allerdings nur eingeschränkt zu empfehlen und Ska ist eindeutig der Stil der am wenigsten in den Songs zu finden ist. Den Stil dann Skacore zu nennen ist fast schon unverschämt.



